Wirtschaft

Berggruen braucht einen neuen Sanierer Karstadt-Chef Jennings geht

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Andrew Jennings.

picture alliance / dpa

Mit der Sanierung von Karstadt geht es langsamer voran als gehofft. Nun hat Investor Berggruen eine weitere Baustelle: Der Vorstandschef wirft offenbar das Handtuch.

Karstadt-Eigentümer Nicolas Berggruen muss offenbar einen neuen Vorstandschef für die kriselnde Warenhauskette finden. Der Brite Andrew Jennings wolle seinen Ende des Jahres auslaufenden Vertrag nicht verlängern, meldete die "Bild am Sonntag" unter Berufung auf Aufsichtsratskreise. Jennings habe Berggruen dies bei einem Treffen am vergangenen Dienstag in Essen mitgeteilt. Er wolle aber solange bleiben, bis ein Nachfolger gefunden sei.

Grund für den Abgang seien Differenzen über die Strategie zur Rettung der angeschlagenen Warenhauskette, hieß es weiter. Jennings' Sanierungsplan gerate in Stocken, weil die versprochenen Millionen von Berggruen für die Modernisierung der Kaufhäuser nicht kommen. Die Suche nach einem Nachfolger für den Manager laufe bereits.

Schon vergangene Woche hatte Berggruen in einem Interview gesagt, dass die Karstadt-Rettung nicht so schnell vorankomme wie gedacht. Man habe erst die Hälfte des Weges geschafft. Gleichwohl bekannte er sich weiterhin zu dem Unternehmen. "Ich stehe 100-prozentig zu Karstadt", so Berggruen.

Im Mai war der Umsatz von Karstadt einem Magazinbericht zufolge zumindest nicht ganz so stark gesunken wie in den Monaten davor. Im abgelaufenen Monat gingen die Erlöse der Warenhauskette um fünf Prozent zurück, wie der "Focus" unter Berufung auf Unternehmenskreise berichtete. In den Vormonaten habe das Minus mit im Schnitt zehn Prozent mehr als doppelt so hoch gelegen.

Quelle: n-tv.de, jga/DJ

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