Wirtschaft

Österreich-Geschäft abgestoßen Karstadt-Eigner nimmt Steinhoff-Sparte

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Benko traut sich offenbar zu, die Steinhoff-Tochter zu sanieren. Er prüft zuvor allerdings lieber die Bücher.

(Foto: picture alliance / Felix Hörhage)

Steinhoff trennt sich weiter von Teilen seines bisherigen Geschäfts. Der Sanierungsbedarf der Österreich-Sparte die Möglichkeiten des taumelnden Möbelriesen übersteigt - da greift ein Kaufhausexperte zu.

Der angeschlagene Möbelhändler Steinhoff muss seine unprofitablen Österreich-Geschäfte Kika und Leiner verkaufen. Nachdem Verhandlungen mit Gläubigern, Lieferanten und Kreditversicherern erfolglos verlaufen seien, habe man ein Angebot von der Signa Holding GmbH akzeptiert, teilte Steinhoff mit. Signa ist die Gesellschaft des österreichischen Immobilieninvestors und Karstadt-Eigentümers Rene Benko.

Steinhoff hat nach eigenen Angaben im Januar einen Restrukturierungsplan bei Kika/Leiner in die Wege geleitet. Ein Turnaraound hätte aber beträchtliche Investitionen über mehrere Jahre erfordert. Jedoch hätten die internationalen Kreditversicherer mit Wirkung Juni 2018 beschlossen, ihre Deckungen zurückzuziehen. Signa wird bis zum 19. Juni die Bücher prüfen. Einen Kaufpreis nannte Steinhoff nicht.

Der krisengeschüttelte Steinhoff-Konzern steht wegen eines Bilanzierungsskandals unter Druck. Das Unternehmen musste Unregelmäßigkeiten in der Rechnungslegung einräumen und wegen Liquiditätsengpässen mehrere Beteiligungen verkaufen.

Quelle: n-tv.de, jwu/dpa

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