Wirtschaft

Opec im Dialog um Fördermengen Keine Produktionsdrosselung in Sicht

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Bereits im November sollen die Gespräche fortgesetzt werden.

(Foto: dpa)

Was Autofahrer freut, ärgert die Mitglieder des Ölkartells Opec: Die Ölpreise sind seit langem im Keller. Das Treffen von Opec und Nicht-Opec-Ländern in Wien ist nun ohne eine konkrete Vereinbarung über das Einfrieren der Produktion zuende gegangen.

Die Mitglieder des Ölkartells Opec konnten sich bei einem Treffen mit anderen Rohstoffmächten nicht auf eine Drosselung der Produktion einigen. Einige Länder hoffen durch die Maßnahme die Preise wieder in die Höhe zu bringen und den Markt zu stabilisieren. In einer offiziellen Mitteilung hieß es, dass die Opec auch im kommenden Jahr mit niedrigen Preisen rechnet. Um einen Weg aus der Krise zu finden, soll sich das Kartell künftig regelmäßig mit Nicht-Opec-Ländern wie Russland, Mexiko und Brasilien treffen.

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 85,25

Die Beratungen sollen bereits im November weitergehen. Bei dem nächsten Treffen müssten alle Länder detaillierte Zahlen über eine mögliche Drosselung vorlegen, hieß es aus der kasachischen Delegation. "Von Seiten der Nicht-Opec-Länder gab es bis jetzt jedenfalls kein Zusage für ein Einfrieren", sagte der kasachische Vize-Energieminister Magsum Mirsagalijew. Wichtiger sei nun ohnehin, einen Dialog herzustellen.

Die brasilianische Delegation zeigte sich zufrieden nach dem Treffen, allerdings sei die Macht des Staates bei Regulationen nur begrenzt: "Brasilien ist nicht in der Lage, die Produktion der Unternehmen zu begrenzen", sagte Márcio Felíx Carvalho Bezerra aus dem Energieministerium. Russlands Delegation gab weder vor noch nach dem Treffen einen Kommentar ab.

Erneutes Treffen Ende November

Die Mitglieder der Organisation erdölexportierender Länder konnten sich am Freitag trotz Verhandlungen bis in den späten Abend selbst nicht auf eine Förderkürzung einigen. Besonders der Iran und Irak sollen ihre Produktion sogar noch ausweiten wollen, hieß es in Wien.

Am 25. und 26. November sollen die Opec-Länder nochmals zusammenkommen, um die individuelle Förderquote der einzelnen Länder zu besprechen. Dabei sollen auch Nicht-Opec-Länder teilnehmen. Am 30. November entscheiden dann die Öl-Ministern über ein geplantes Einfrieren. Das Kartell hatte im September angekündigt, die Produktion auf 32,5 bis 33,0 Millionen Barrel (je 159 Liter) pro Tag zu senken. Im September wurden von den Opec-Mitgliedern laut eigenen Angaben im Schnitt täglich 33,39 Millionen Barrel gepumpt.

Quelle: ntv.de, fma/dpa

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