Spielwarenbranche erwartet RekordKinderwünsche füllen Kassen

Kinderträume zu Weihnachten spülen wieder viel Geld in die Kassen des Spielwarenhandels. Die Branche rechnet mit Rekordzahlen - dabei lässt der größte Umsatzbringer noch auf sich warten.
Die deutsche Spielwarenbranche steuert auf ein Rekordgeschäft zu. Ein Plus von vier Prozent dürfte den Umsatz auf rund 2,93 Milliarden Euro zum Jahresende steigern, teilten der Bundesverband des Spielwaren-Einzelhandels (BVS) und der Deutsche Verband der Spielwaren-Industrie (DVSI) in Nürnberg mit.
"Wachstumsmotor in diesem Jahr sind das Internet, Lego und Lizenzprodukte", erläuterte BVS-Geschäftsführer Willy Fischel. Wenn das Weihnachtsgeschäft gut verlaufe, könne die Drei-Milliarden-Schwelle in diesem Jahr auch geknackt werden. Bislang sei das Geschäft mit den Geschenken gut angelaufen - die Preise sollen stabil bleiben. In der Vorweihnachtszeit erzielt die Branche mehr als 40 Prozent des Jahresumsatzes.
Star Wars: Nicht nur im Kino Kassenschlager
Auf einen der größeren Umsatzbringer wartet die Branche noch gespannt. Mitte Dezember kommt der neue "Star Wars"-Film in die Kinos, der das Vorweihnachtsgeschäft nochmal kräftig ankurbeln soll. "Star Wars hat das Zeug zum Blockbuster im Spielwarengeschäft", sagte Fischel. Allein im Oktober habe der Spielwaren-Lizenzbereich bereits um die Hälfte im Vergleich zum Vorjahr zugelegt. Fast jedes fünfte Lizenzspielzeug kommt inzwischen aus dem "Star Wars"-Universum, wobei Spielzeugriese Lego mit seinen Bausätzen dominiert. Besonders optimistisch blickten die Großunternehmen auf das Weihnachtsgeschäft.
Eher zurückhaltend seien dagegen die Erwartungen von kleinen Firmen und Spielzeugherstellern mit den Produktgruppen Modellbau und -eisenbahn. Herausforderungen für die Spielzeugbranche seien steigende Ausgaben. Kostentreiber seien neben der Einführung des Mindestlohnes auch der Wertverlust des Euro und die damit verbundenen schlechteren Wechselkurse. Die laut Statistischem Bundesamt wieder recht kontinuierlich steigende Geburtenrate spiele der Industrie dagegen in die Karten. "Das ist eine gute Rücklage für die Branche und die Basis für eine gute Zukunft des Spielwarenmarktes in Deutschland", sagte Joachim Stempfle vom Marktforschungsunternehmen npdgroup Eurotoys.