Wirtschaft

Kosmetik-Riese statt Konkurrenten?Estée Lauder und Puig verhandeln über Milliardenfusion

24.03.2026, 05:08 Uhr
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Eine begehbare Rabanne-Parfümflasche in New York. Hier hat Estée Lauder den Firmensitz, während Rabanne dem in Barcelona sitzendem Konzern Puig gehört. (Foto: picture alliance / Sipa USA)

Der spanische Konzern Puig kann Parfümmarken wie Rabanne und Jean Paul Gaultier sein Eigen nennen. Womöglich wird die Palette noch viel breiter - es laufen Gespräche mit dem US-Konkurrenten Estée Lauder über eine Fusion.

Der US-Kosmetikkonzern Estée Lauder und sein spanischer Konkurrent Puig verhandeln über einen Zusammenschluss. Beide Unternehmen bestätigten am Montag entsprechende Gespräche. Es sei jedoch noch keine Einigung erzielt worden und es gebe keine Gewissheit für einen Abschluss, teilte Puig mit.

Einem Bericht des "Wall Street Journal" zufolge geht es dabei um eine Kombination aus Barzahlung und Aktientausch. Die "Financial Times" berichtete, durch die Fusion würde ein Branchenriese mit einem Wert von 40 Milliarden Dollar entstehen. Die Aktien von Estée Lauder, das an der Börse mit rund 31 Milliarden Dollar bewertet wird, gaben zum Handelsschluss um rund sieben Prozent nach.

Estée Lauder kämpft derzeit mit einer schwachen Nachfrage auf dem US-Heimatmarkt und bemüht sich um eine Trendwende. Die bislang größte Übernahme des Konzerns war der Kauf der US-Modemarke Tom Ford für 2,8 Milliarden Dollar im Jahr 2022.

Puig auf Erfolgsspur

Zu dem in Barcelona ansässigen Unternehmen Puig gehören Parfümmarken wie Rabanne, Carolina Herrera und Jean Paul Gaultier. Der Konzern hatte 2024 den größten Börsengang in Spanien seit fast einem Jahrzehnt vollzogen und im vergangenen Monat für 2025 einen Anstieg des Nettogewinns um zwölf Prozent gemeldet.

Die Gespräche reihen sich in eine Welle von Übernahmen in der Kosmetikbranche ein. So kaufte Elf Beauty im Jahr 2025 die Hautpflegemarke Rhode von Hailey Bieber für rund eine Milliarde Dollar. Im vergangenen Jahr hatte zudem der Gucci-Eigentümer Kering sein Kosmetikgeschäft für vier Milliarden Euro an L'Oréal veräußert. Coty leitete derweil eine Prüfung strategischer Optionen für sein Konsumentengeschäft ein, was zum Verkauf von Marken wie CoverGirl und Rimmel führen könnte.

Quelle: ntv.de, hul/rts

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