Wirtschaft

Junges Blut für Konzernvorstand Kraft Heinz macht 29-Jährigen zu Finanzchef

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Von David Knopf gibt es kaum Fotos. Eines der wenigen ist auf seinem LinkedIn-Profil zu sehen.

(Foto: Screen Shot LinkedIn)

Er bricht mit den Klischees: Der neue Finanzchef des Lebensmittelkonzerns Kraft Heinz heißt David Knopf und ist erst 29 Jahre alt. Doch der Großaktionär hinter dem Unternehmen setzt nicht das erste Mal auf einen jungen Mann in der Führungsriege.

Die Finanzchefs einer US-amerikanischen Firma sind, laut Studie der Beratungsfirma Korn Ferry, im Mittel 53 Jahre alt. Damit könnten sie locker David Knopfs Vater sein. Knopf ist erst 29 Jahre alt - und schon Finanzvorstand des Lebensmittelriesen The Kraft Heinz Company.

Kraft Heinz
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2013 startete Knopf bei der Investmentfirma 3G Capital, die zusammen mit Warren Buffets Berkshire Hathaway die Mehrheit an Kraft Heinz hält. Vorher studierte er an der Elite-Universität Princeton und arbeitet in der Investmentabteilung von Goldman Sachs, sowie bei dem kanadischen Beteiligungsunternehmen Onex. 2015 spielte er bereits eine wichtige Rolle bei der Fusion des Ketchup-Herstellers Heinz und Kraft Foods. Seitdem ist er bei Kraft Heinz, zuletzt als Vizepräsident des Nussproduzenten Planters. Ab Oktober ersetzt er nun den bisherigen Finanzchef Paul Basilio und zieht damit in den Vorstand eines der größten Lebensmittelkonzerne der Welt ein.

Ganz verwunderlich ist es jedoch nicht, dass der Konzern einen 29-Jährigen zum Finanzvorstand macht. Unter der Leitung des Milliardärs Jorge Paulo Lemann setzte 3G Capital schon in der Vergangenheit junge Menschen in Führungspositionen ein. Wie Daniel Schwarz, der 2014 mit nur 33 Jahren Geschäftsführer der Fast-Food-Kette Burger King wurde.  

Zuletzt strebte Kraft Heinz eine Übernahme des niederländisch-britischen Konzerns Unilever an. Nachdem dieser im Februar die Offerte von 143 Milliarden Euro ausschlug, zog der Ketchup-Hersteller das Angebot überraschend zurück. Einen zweiten Versuch werde es nicht geben, erklärte Investor Warren Buffet dem britischen "The Telegraph".

Quelle: n-tv.de, cfo

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