Wirtschaft

Studie vergleicht Geschlechter Krise trifft selbstständige Frauen härter

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63 Prozent der selbstständigen Frauen muss in der Krise Einkommenseinbußen hinnehmen.

(Foto: picture alliance / dpa Themendienst)

Weibliche Selbstständige leiden laut einer Studie deutlich stärker unter der Pandemie als Männer in solch einer Position. Über 60 Prozent kämpfen mit finanziellen und psychischen Folgen. Dass sich die Krise unterschiedlich auf die Geschlechter auswirkt, liege vor allem an deren Jobbranchen.

Selbstständige Frauen trifft die Corona-Pandemie einer Studie zufolge besonders hart. Sie haben häufiger als männliche Selbstständige mit krisenbedingten Einkommensverlusten zu kämpfen und leiden in der Folge auch häufiger unter Depressionen und Angstzuständen, wie eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) ergab, über welche die "Süddeutsche Zeitung" vorab berichtete.

Die Forscherinnen und Forscher befragten demnach zwischen April und Juli 2020 Deutsche aus insgesamt 6700 Haushalten. Etwa 47 Prozent der selbstständigen Männer mussten während der Corona-Krise finanzielle Einbußen hinnehmen, bei den weiblichen Selbstständigen waren es etwa 63 Prozent, wie die Zeitung aus der Studie zitierte. Die Ergebnisse ließen sich vor allem damit erklären, "dass selbstständige Frauen überproportional häufig in Branchen arbeiten, die von der Covid-19-Pandemie besonders stark betroffen sind" - etwa durch zwischenzeitliche Schließungen ihrer Geschäfte.

Schlussfolgerung der Studie ist laut dem Bericht, dass es "eine verlässliche und mit wenig Aufwand zu beantragende" Unterstützung für Selbstständige brauche, die auch die Lebenshaltungskosten decke. Sonst könnten sich die Betroffenen zunehmend von der Selbstständigkeit abwenden.

Quelle: ntv.de, spl/AFP

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