Wirtschaft

"Robuste" Rüstungssparte Krise verschont auch Rheinmetall nicht

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Der "Defence-Bereich zeigt sich in der gesamtwirtschaftlich schwierigen Lage robust und widerstandsfähig", berichtet Rheinmetall.

(Foto: picture alliance/dpa)

Rheinmetall ist zweigeteilt. Die Corona-Krise macht dies besonders deutlich. Im Rüstungsbereich legt das Unternehmen zu, der Automobilsektor dagegen verzeichnet einen erheblichen Umsatzeinbruch. Das wirkt sich auf den Gesamtgewinn aus.

Trotz starker Rüstungssparte hat die Corona-Krise das Geschäft von Rheinmetall im ersten Quartal deutlich belastet. Die Autosparte musste im ersten Quartal im Vorjahresvergleich einen Umsatzrückgang um 14 Prozent auf 618 Millionen Euro hinnehmen, wie das Unternehmen in Düsseldorf mitteilte.

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Verlässlich läuft hingegen weiter die Rüstungssparte, deren Umsätze um 18 Prozent auf 740 Millionen Euro zulegen konnten. "Unser Defence-Bereich zeigt sich in der gesamtwirtschaftlich schwierigen Lage robust und widerstandsfähig und wird uns im Konzern helfen, die krisenbedingten Auswirkungen abzufedern", sagte Vorstandschef Armin Papperger.

Gewinn geht merklich zurück

Unter dem Strich blieben bei Rheinmetall in den ersten drei Monaten des Jahres 18 Millionen Euro als Gewinn übrig - nach 33 Millionen Euro im Vorjahr. Der Konzernumsatz konnte leicht um 1,1 Prozent auf 1,36 Milliarden Euro gesteigert werden.

Da die Produktion für den Automobilbereich coronabedingt eingeschränkt wurde, werde er auch das zweite Quartal erheblich belasten, hieß es. Eine zuverlässige Prognose sei für diese Sparte momentan nicht machbar - man werde jedoch wohl deutlich unter den bisherigen Ausblicken liegen.

Bereits vor der Corona-Krise war die Rüstungssparte ein Wachstumstreiber, während der in Neckarsulm bei Stuttgart ansässige Auto-Sektor schwächelte. Für den Rüstungsbereich bestätige Rheinmetall die bisherige Prognose: Diese geht für das Gesamtjahr 2020 von einem Umsatzwachstum zwischen fünf und sieben Prozent aus.

Quelle: ntv.de, mdi/dpa