Wirtschaft

Flüssiges Erdgas als Treibstoff LNG gewinnt an Bedeutung für Schiffe

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Auch tausende Containerschiffe müssen von Schweröl auf einen anderen Treibstoff umstellen.

(Foto: imago/Westend61)

Ab dem nächsten Jahr gelten für die Schifffahrt schärfere Umweltvorschriften. Schiffe, die bisher mit stark schwefelhaltigem Schweröl fahren, müssen deshalb umrüsten. Laut einer Umfrage sehen viele Reeder in LNG eine Alternative für die Zukunft. Doch setzt sie sich durch?

Noch fahren weltweit nur wenige Schiffe mit verflüssigtem Erdgas (LNG) - doch einer Erhebung zufolge werden es in den kommenden Jahren deutlich mehr werden. Das ist eines der Ergebnisse einer Studie, die die Schiffbau-Messe SMM in Auftrag gegeben hatte. Danach favorisieren 45 Prozent der Reeder LNG als Brennstoff der Zukunft.

Aber auch Hybridlösungen kommen den Angaben zufolge für Reeder als künftige Schiffsantriebe in Frage, um den immer strengeren Umweltauflagen gerecht zu werden. Genannt wurde vor allem die Batterietechnik in Kombination mit Marinediesel oder LNG. "Der Kampf um die besten Konzepte hat gerade erst begonnen", sagte Uwe Lauber, Chef von MAN Energy Solutions.

Vom kommenden Jahr an gilt für die Schifffahrt weltweit ein Schwefel-Grenzwert von 0,5 Prozent, heute sind es noch 3,5 Prozent. Damit dürfen die Schiffe bald nur noch Schweröl verbrennen, wenn sie den Schwefel mit einem Zusatzaggregat (Scrubber) aus den Abgasen herausfiltern. Eine Möglichkeit ist auch, von Schweröl auf Schiffsdiesel zu wechseln.

Nach den Ergebnissen der Studie wollen zwei Drittel der Reeder ihre Schiffe umrüsten. Nur ein knappes Drittel will seine Flotte durch Neubauten ersetzen. Generell sei die Baubereitschaft der Reeder eher gering, hieß es. Auf der Einkaufsliste der Unternehmen ganz oben stehen LNG-Tanker - auf diese entfallen 15 Prozent des Weltauftragsbestands.

"LNG ist erprobt, sicher und zumindest für die nächste Generation von Schiffen der geeignetste Antrieb", sagte ein Sprecher des Verbandes Deutscher Reeder (VDR) in Hamburg. Die deutsche Schifffahrt gehe dabei mit vielen Projekten voran. Für einen Durchbruch aber müsse LNG ökonomisch attraktiver werden. Die Förderung durch den Bund sei noch nicht optimal, zudem fehlten Banken, die die nötigen Investitionen mitfinanzierten, und auch die Häfen müssten bei Infrastruktur und Sicherheitsvorschriften nachbessern.

Quelle: n-tv.de, hul/dpa

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