Wirtschaft

Entscheidungen zahlen sich aus Lanxess fährt Ernte ein

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Dollar-Schwäche kostet Lanxess Rendite.

(Foto: picture alliance / dpa)

Der Spezialchemiekonzern profitiert nach eigenen Angeben von den jüngsten strategischen Weichenstellungen. Dazu gehört unter anderem die Übernahme eines US-Rivalen. Zudem kann das Unternehmen höhere Preise durchsetzen.

Der Chemiekonzern Lanxess hat im zweiten Quartal sein Ergebnis ausgebaut und blickt etwas optimistischer auf das Gesamtjahr. Für 2018 werde nun ein Anstieg des bereinigten operativen Ergebnisses am oberen Rand der prognostizierten Bandbreite von fünf bis zehn Prozent erwartet, teilte das Kölner Unternehmen mit. "Lanxess ist operativ stark unterwegs, und unsere strategischen Entscheidungen der vergangenen Jahre zahlen sich zusehends aus", erklärte Vorstandschef Matthias Zachert.

Dabei profitiere der Konzern auch stark von der Übernahme des US-Rivalen Chemtura und höheren Verkaufspreisen. Gegenwind komme dagegen von der Dollar-Schwäche und geopolitischen Unsicherheiten.

Im zweiten Quartal erhöhte sich das bereinigte Betriebsergebnis (Ebitda) um 3,6 Prozent auf 290 Millionen Euro. Analysten hatten im Schnitt mit 288 Millionen Euro gerechnet. Das Konzernergebnis verbesserte sich auf 126 Millionen Euro nach drei Millionen Euro im Vorjahresquartal, in dem hohe Sonderaufwendungen verbucht wurden. Der Umsatz stieg um fast sieben Prozent auf gut 1,8 Milliarden Euro. Die bereinigte operative Umsatzrendite lag mit mit 15,9 Prozent wegen deutlich negativer Währungseffekte allerdings leicht unter dem Vorjahreswert von 16,4 Prozent.

Der Ausblick von Lanxess für 2018 schließt das Kautschuk-Gemeinschaftsunternehmen Arlanxeo aus, das seit dem zweiten Quartal als nicht fortgeführtes Geschäft ausgewiesen wird und sich nicht mehr im Umsatz und operativen Ergebnis des Konzerns widerspiegelt. Lanxess hatte 2015 mit dem saudischen Ölgiganten Saudi Aramco einen Partner für sein schwächelndes Kautschukgeschäft gefunden.

Quelle: n-tv.de, jwu/rts