Wirtschaft

"Kein einfaches Jahr" Lego verliert Schwung in Deutschland

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"2017 war für den Spielzeugmarkt und auch für Lego kein einfaches Jahr."

(Foto: AP)

Mitten im Aufschwung stößt der dänische Spielwarengigant auf Schwierigkeiten: Im wichtigen Absatzmarkt Deutschland gehen die Umsätze zurück. "Es war uns bewusst", heißt es aus der Geschäftsführung, "dass dieses rasante Wachstum nicht endlos ist."

Das eher durchwachsene Geschäft mit Spielwaren im Jahr 2017 wirkt sich auf die Zahlen des dänischen Spielzeugriesen Lego aus. In Deutschland meldete das dänische Unternehmen einen Umsatzrückgang um 2,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und beruft sich dabei auf Zahlen des Marktforschungsunternehmens npdgroup. Absolute Umsatzzahlen nannte der Konzern nicht.

"2017 war für den Spielzeugmarkt und auch für Lego kein einfaches Jahr", räumte Lego-Deutschland-Geschäftsführer Frédéric Lehmann kurz vor Beginn der Spielzeugmesse in Nürnberg ein. Legos Marktanteil in Deutschland betrug im vergangenen Jahr 16,8 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr büßte der Marktführer damit 0,4 Prozentpunkte ein.

Harter Kalendereffekt

Lego habe zehn Jahre lang ein außergewöhnliches Wachstum hingelegt, sagte Lehmann. "Es war uns bewusst, dass dieses rasante Wachstum nicht endlos ist." Inzwischen bewege sich Lego in einem normalen Umfeld.

Den Rückgang im wichtigen deutschen Markt begründete Lehmann auch mit Kalendereffekten. Im Vergleich zum Vorjahr mussten Spielwarenanbieter im wichtigen Weihnachtsgeschäft 2017 mit einer kürzeren Adventszeit leben. Weil Heiligabend auf den 4. Advent fiel, fehlte den Händlern eine volle Verkaufswoche. In der Spielwarenbranche macht das Weihnachtsgeschäft im November und Dezember üblicherweise etwa 40 Prozent des Jahresumsatzes aus.

Quelle: ntv.de, mmo/dpa

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