Wirtschaft

Ein Jahr Wirtschaft im Lockdown Letzte Hoffnung Online-Shop

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Krisengewinner: Der Onlinehandel und die Paketdienste wachsen in der Pandemie im Rekordtempo.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Pandemie hat das Lebenswerk Tausender Unternehmer zerstört, Vermögen an den Börsen vernichtet und neu geschaffen, Millionen Arbeitsplätze unsicher gemacht und Deutschlands so solide Staatsfinanzen erschüttert - unter anderem. Ein Jahr nach Beginn des bis dahin Undenkbaren, einem staatlich verordneten Shutdown großer Teile der Wirtschaft, zieht ntv.de eine Bilanz in Schlaglichtern.

Die erste Folge handelte von Millionen Aktien-Neulingen. Die zweite vom problematischen Ausbleiben der Pleitewelle. In der dritten Folge geht es um stationäre Einzelhändler, die auf digitale Rettung in letzter Minute hoffen.

Die stationären Einzelhändler leiden enorm unter den Corona-Einschränkungen. Etliche Läden mussten im Dezember 2020 flächendeckend zum zweiten Mal schließen. Viele gerade kleine Geschäfte fürchten um ihre Existenz. Gleichzeitig boomt der Onlinehandel in der Krise wie nie zu vor. Für viele Geschäftsinhaber heißt es daher nun: Ein Online-Shop muss dringend her! Doch viele stationäre Händler sind überfordert. Das zeigt die Nachfrage nach dem Angebot der Digital-Coaches in Nordrhein-Westfalen. An den Online-Seminaren von Matthias Uhlig und seinen Kollegen nehmen teilweise bis zu 400 Interessenten teil.

"Der Einstieg in den Online-Handel gleicht einer neuen Unternehmensgründung", sagt Uhlig ntv.de. Am besten gelinge das solchen Unternehmen, die einen Online-Shop nicht nur als temporären Ersatz während des Lockdowns begriffen, sondern für die der Einstieg in den E-Commerce eine Erweiterung ihres Geschäftsmodells sei. "Es hakt sehr oft daran, dass es nicht allen Händlern gelingt, die nötigen Prozesse, die für einen guten Online-Shop nötig sind, in ihren Tagesablauf zu integrieren", sagt Uhlig. Häufig hätten sich Händler bislang besonders vor den hohen Investitionen gescheut. "Die professionelle Umsetzung eines Online-Shops beginnt im mittleren vierstelligen und endet im sechs- bis siebenstelligen Bereich."

Doch viele Geschäfte dürften ohne eine klare Öffnungsstrategie um eine Investition in einen Online-Shop nicht herumkommen. Der Branchenverband HDE beziffert den täglichen Umsatzverlust während des Lockdowns mit den vorübergehenden Ladenschließungen abseits des Lebensmittelhandels auf rund 700 Millionen Euro über die Branche hinweg. Besonders den stationären Textilhandel trifft es hart. Zum Jahresbeginn brachen die Erlöse in der Sparte um 77 Prozent gegenüber Januar 2020 ein. Der Online-Versandhandel profitierte im Gegensatz dazu dafür deutlich und setzte 31,7 Prozent mehr um als vor einem Jahr.

Mehr zum Einzelhandel im Vergleich zum Online-Handel für Unternehmen in der Corona-Krise lesen Sie in der ausführlichen Berichterstattung von ntv.de:

Quelle: ntv.de, jki

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