Wirtschaft

Umbau für den Grandland Letzter Corsa rollt in Thüringen vom Band

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Mit dem Ende der Corsa-Produktion fallen auch mehr als 400 Stellen weg.

(Foto: picture alliance/dpa)

Gut ein Vierteljahrhundert lang wird im thüringischen Eisenach der Opel Corsa gebaut. Nach etwa 2,9 Millionen Fahrzeugen läuft nun der letzte vom Band. Künftig baut Opel dort einen Geländewagen. Für mehr als 400 Beschäftigte bedeutet dies das Ende ihrer Arbeit.

Nach gut einem Vierteljahrhundert ist die Produktion des Kleinwagens Corsa im Opel-Werk in Eisenach ausgelaufen. Die letzten Autos dieses Modells rollten vom Montageband des Thüringer Autowerks, wie aus Unternehmenskreisen bestätigt wurde.

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Das bisherige Kleinwagenwerk in Eisenach, wo auch die Produktion des Modells Adam auslaufen soll, wird neu ausgerichtet. Künftig soll dort nach Unternehmensangaben der Geländewagen Grandland gebaut werden. Dem Grandland-Produktionsstart, der im Spätsommer erwartet werde, gehe eine mehrwöchige Umbauphase im Werk voraus, teilte ein Opel-Sprecher in Rüsselsheim mit. "Wir arbeiten mit Hochdruck an den Vorbereitungen." Von 2020 an solle auch eine Hybrid-Version des Grandland aus Eisenach folgen. Diese Variante des Sportgeländeautos sei der erste Opel-Hybrid überhaupt.

Vom Kleinwagen Corsa wurden nach Unternehmensangaben seit 1993 etwa 2,9 Millionen Exemplare in Eisenach gefertigt. Der Adam, der im Januar 2013 an den Start ging, brachte es bis Ende 2018 auf rund 315.000 Stück. Der Adam werde bis zum Jahresende verfügbar sein, so der Sprecher.

Der Corsa soll nach den Vereinbarungen von Opel mit der französischen Mutter PSA künftig nur noch aus dem spanischen Saragossa kommen. Im Zuge der Neuausrichtung fallen im Eisenach-Werk nach früheren Angaben bis zu 450 der ehemals etwa 1800 Stellen weg.

Quelle: n-tv.de, jwu/dpa

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