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Nächste Tech-Aktie stürzt ab Löschwelle treibt Twitter-Anleger in die Flucht

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Twitter hat aktuell noch 335 Millionen aktive Nutzer weltweit.

REUTERS

Twitter feiert im zweiten Quartal den höchsten Gewinn der Unternehmensgeschichte. Allerdings sinkt die Nutzerzahl im Kampf gegen falsche Accounts dramatisch. Angesichts dieses Trends verkaufen viele Anleger ihre Aktien.

Die Twitter-Aktie ist angesichts von sinkenden Nutzerzahlen eingebrochen. Die Papiere gingen mit einem Minus von mehr als 19 Prozent ins Wochenende, nachdem der Kurznachrichtendienst mitgeteilt hatte, dass die Zahl der monatlich aktiven Nutzer im Vergleich zum Vorquartal um eine Million auf 335 Millionen Nutzer weltweit gesunken ist.

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Für Twitter war es das erste Minus bei den Nutzerzahlen seit dem zweiten Quartal 2017. Das Unternehmen begründete die Entwicklung mit seinen Bemühungen um eine "gesunde öffentliche Konversation" auf der Plattform und den neuen Datenschutzvorschriften in Europa. Vor gut zwei Wochen waren Millionen gesperrte Accounts gelöscht worden.

Twitter geht davon aus, dass die Nutzerzahlen auch im laufenden Quartal sinken werden. Analysten hatten für das zweite Quartal einen Zuwachs erwartet.

Twitter steht wie der größere Rivale Facebook in vielen Ländern unter Druck, stärker gegen Hassbotschaften und Falschmeldungen vorzugehen. Auch dank der Fußball-Weltmeisterschaft konnte das Unternehmen seinen Umsatz überraschend im zweiten Quartal stark gesteigert. Er stieg um 24 Prozent auf 711 Millionen Dollar und übertraf die Erwartungen von Analysten deutlich.

Der Kurznachrichtendienst erzielte zudem das dritte Quartal in Folge einen Nettogewinn. Das bisher größte Plus der Unternehmensgeschichte in Höhe von 100 Millionen US-Dollar geht auf solide Werbeeinnahmen und eine Steuergutschrift von 42 Millionen Dollar in Brasilien zurück. Das bereinigte Ergebnis je Aktie lag bei 17 Cent.

Quelle: n-tv.de, chr/rts/DJ

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