Wirtschaft

Kaum Frauen unter Top-Verdienern Lohnlücke zwischen Mann und Frau wächst

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Eine Demo für mehr Lohngerechtigkeit in München.

(Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

Dass Frauen in Deutschland weniger verdienen als Männer, ist bekannt - und trotzdem ändert sich nichts daran, wie Zahlen des Statistischen Bundesamts zeigen. Im Gegenteil: Die Kluft zwischen den Geschlechtern wird noch etwas größer.

Die Einkommensschere zwischen Frauen und Männern geht in Deutschland weiter auseinander. Männer bezögen im Schnitt monatlich 1192 Euro mehr Bruttogehalt als Frauen, wie aus einer Antwort des Statistischen Bundesamts auf eine Anfrage der Linksfraktion hervorgeht, aus dem das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtet. Damit sei die Differenz vier Euro größer als vor vier Jahren.

Die geschlechtsspezifische Kluft in den Gehältern zeige sich besonders bei den Top-Verdienern: Unter den rund 3,9 Millionen Menschen hierzulande, deren Monatsgehalt bei 5100 Euro brutto oder darüber liege, seien rund 3,12 Millionen Männer und nur 802.000 Frauen. Das entspreche einem Männeranteil von 79,5 Prozent. Unter den Spitzenverdienern, die 12.100 Euro brutto oder mehr im Monat beziehen, gebe es 158.000 Männer und 23.000 Frauen. Der Männeranteil liege somit bei 87,3 Prozent.

Bereits veröffentlicht waren die Zahlen zum Gender Pay Gap, also zum Verdienstabstand zwischen Männern und Frauen im Jahr 2020. Demnach verdienten Frauen 18 Prozent weniger je Stunde als Männer. Hier berichtet das Statistische Bundesamt von einem großen Ost-West-Unterschied: Während die Differenz in Westdeutschland bei 20 Prozent lag, belief sie sich in Ostdeutschland auf lediglich 6 Prozent.

Quelle: ntv.de, mbe/rts

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