Wirtschaft

10.000 Passagiere betroffen Lufthansa-Tochter streicht Dutzende Flüge

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Fluggäste von Austrian Airlines müssen sich in den kommenden Tagen auf Ausfälle vorbereiten.

(Foto: imago/Eibner Europa)

Austrian Airlines bereitet Tausende seiner Passagiere auf Flugausfälle vor. Durch Betriebsversammlungen beim Personal bleibt rund ein Viertel der Jets am Boden. Für die Fluglinie könnte das Treffen der Mitarbeiter ein Vorbote kommender Streiks sein.

Die Lufthansa-Tochter Austrian Airlines muss wegen Betriebsversammlungen beim Bordpersonal in den kommenden Tagen fast ein Viertel ihrer Flüge streichen. Insgesamt würden Dienstag und Mittwoch mehr als 140 von 570 geplanten Verbindungen gestrichen, sagte ein Firmensprecher. Von den Ausfällen seien rund 10.000 Passagiere betroffen. Grund für die Betriebsversammlungen seien stockende Kollektivvertragsverhandlungen.

Die rund 3900 Mitarbeiter des fliegenden Personals wollen sich nach Angaben der österreichischen Gewerkschaft Vida am Dienstagnachmittag und am Mittwochmorgen zu Versammlungen treffen. Die Belegschaft soll dabei über den aktuellen Stand der Verhandlungen informiert werden, sagte Johannes Schwarcz von Vida.

"Die Stimmung unter den Betroffenen ist emotional und aufgeheizt. Das ist allzu verständlich, die Kollegen sind nicht länger bereit, weitere Sparpakete mitzutragen", sagte Schwarcz. Ein Streik des Personals sei nicht auszuschließen, sagte er.

Das Unternehmen bietet den Mitarbeitern nach eigenen Angaben eine Inflationsabgeltung von 2,1 Prozent und eine Einmalzahlung in Höhe von 1,4 Prozent. "Angesichts dessen, dass es seit 2012 so gut wie keine Erhöhung gegeben hat, ist das schlicht und einfach ein Witz", sagte Schwarcz. Das Management bezeichnet die zweitägige Betriebsversammlung für "völlig unverhältnismäßig". Wann sich die Parteien wieder an den Verhandlungstisch setzen, sei derzeit offen.

Quelle: ntv.de, mba/rts