Wirtschaft

"Sehr harter Schlag" Mallorca bekommt Cook-Pleite zu spüren

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Eine Passagierin geht mit ihrem Koffer an einem geschlossenen Büro des insolventen Reisekonzerns Thomas Cook vorbei.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der Konkurs des britischen Reisekonzerns Thomas Cook versetzt die spanische Tourismusbranche in Aufruhr. Im gesamten Land fallen rund 50 Flüge aus. Besonders auf der beliebten Ferieninsel Mallorca sind allerdings nicht nur die Touristen verunsichert - auch die Hoteliers machen sich Sorgen.

Die Insolvenz des britischen Reisekonzerns Thomas Cook hat in Spanien bei Tausenden ausländischen Gästen und in der Tourismusbranche des Landes große Sorgen ausgelöst. Für das Land habe die Pleite "sehr negative Auswirkungen", sagte Tourismus-Ministerin María Reyes Maroto in Madrid.

Sie sei mit den Hotelierverbänden in Kontakt, um Strategien zu erarbeiten. Auch auf Mallorca war man alarmiert. "Das ist ein sehr harter Schlag für die (Balearen-)Inseln", sagte der für Tourismus zuständige Regionalminister Iago Negueruela dem Radiosender SER. Der finanzielle Schaden sei noch gar nicht abzuschätzen. Der Minister machte die britische Regierung für das Scheitern eines Rettungsabkommens verantwortlich.

Im gesamten Land seien am Montag 46 Flüge von Thomas Cook ausgefallen, teilte die spanische Flughafenverwaltungsgesellschaft Aena mit. Jeweils fünf Starts und fünf Landungen wurden auf Mallorca gestrichen. Die Lage war am Flughafen aber ruhig.

"Wir sind in großer Sorge"

Angereiste Vertreter der britischen Luftfahrtbehörde hätten die Betroffenen informiert, beruhigt und ihnen eine baldige Rückreise in die Heimat zugesichert, berichtete die Zeitung "Diario de Mallorca". Nach verschiedenen Schätzungen waren in Spanien 25.000 bis 30.000 Touristen vor allem aus Großbritannien, aber auch aus Deutschland und anderen Ländern betroffen.

Mit Thomas Cook waren im vergangenen Jahr rund 3,6 Millionen Touristen nach Spanien gereist. Vor allem auf die Balearen und Kanaren sowie nach Andalusien, Valencia und Katalonien. In Spanien betrieb der britische Konzern zuletzt 45 Hotels. "Man hat uns bisher nichts gesagt. Auch nicht, was wir mit den Gästen machen oder ihnen sagen sollen. Wir sind in großer Sorge", sagte ein Hotelgeschäftsführer auf Mallorca.

Quelle: n-tv.de, jki/dpa

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