Wirtschaft

"Schwächster Minister" Metallverband fordert Altmaiers Ablösung

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Minister Altmaier steht bei einigen Wirtschaftsverbänden nicht hoch im Kurs.

(Foto: picture alliance/dpa)

Mit seinem Konzept zur Industriepolitik macht sich Wirtschaftsminister Altmaier nicht viele Freunde. Der Verbandschef der deutschen Metallunternehmen erneuert nun die Kritik an dem CDU-Politiker und spricht in diesem Zusammenhang von einer "Fehlbesetzung".

Der Dachverband der Metallarbeitgeber macht massiv Front gegen Wirtschaftsminister Peter Altmaier und fordert dessen Ablösung. Verbandschef Rainer Dulger nannte den CDU-Politiker den "schwächsten Minister". "Im Schauspiel würde man von einer Fehlbesetzung sprechen", sagte er der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten". "Entweder sie müssen das Ensemble umstellen oder das Stück fällt durch." Als Kanzleramtsminister sei Altmaier "super" gewesen, als Wirtschaftsminister aber "gibt er sich Fantasien hin und gefällt sich in schönen Reden, tut aber nichts".

Bereits vor Wochen hatten Gesamtmetall und andere Wirtschaftsverbände Altmaiers Industriepolitik kritisiert. Er will notfalls mit staatlicher Hilfe Arbeitsplätze in Deutschland sichern. Angesichts der zunehmenden Konkurrenz auf Weltmärkten gerade aus China hatte er es zudem befürwortet, neue "nationale wie europäische Champions" zu schaffen. In diesem Zusammenhang warf Reinhold von Eben-Worlée, Präsident der Familienunternehmer, Altmaier vor, er betreibe eine "Anti-Mittelstandspolitik".

Dulger sieht aber auch nicht den im Rennen um den CDU-Vorsitz unterlegenen Friedrich Merz als Alternative. Dieser sitze seit 2009 nicht mehr im Bundestag und könnte objektiv nicht nahtlos daran anknüpfen. "Ich schätze ihn und seine Fähigkeiten sehr, aber ich glaube, für manche im bitter enttäuschten Mittelstand steht Merz eher als Symbol", sagte Dulger.

Quelle: ntv.de, jpe/dpa