Wirtschaft

Klage über Investitionsstau Mittelstand hat Große Koalition satt

Regen statt Sonne. das kann einem den Badeurlaub so richtig vermiesen. Foto: Stefan Sauer

Schwarz-Rot ist für die Mittelständler keine brauchbare Option mehr.

(Foto: dpa)

Der deutsche Mittelstand sehnt sich nach dem Ende der schwarz-roten Koalition. Die Mehrheit der befragten Unternehmen hat kein Vertrauen mehr in Schwarz-Rot. Sie bevorzugen Konstellationen ohne SPD.

Der Mittelstand wünscht sich nach einer Umfrage mehrheitlich keine Neuauflage der schwarz-roten Bundesregierung. Eine Fortsetzung der großen Koalition wollten lediglich 12 Prozent der befragten Unternehmer, wie der Bundesverband mittelständische Wirtschaft mitteilte. 46 Prozent bevorzugten für die Legislaturperiode nach der Bundestagswahl im Herbst 2017 eine Koalition aus CDU, CSU und FDP. 13 Prozent wäre ein Bündnis aus Union, Grünen und FDP am liebsten.

"Offenbar haben die Mittelständler kein Vertrauen mehr in die Reform- und Innovationskraft der Bundesregierung", sagte Verbandspräsident Mario Ohoven in Berlin. Als vorrangige Aufgaben, die die neue Regierung anpacken sollte, wurden Bürokratieabbau (80 Prozent), Steuer- und Abgabensenkung (57 Prozent) und die Verbesserung der Infrastruktur (48 Prozent) genannt.

Trotz sprudelnder Steuereinnahmen schiebe Deutschland einen Investitionsstau von 100 Milliarden Euro vor sich her, sagte Ohoven weiter. Er befürchte neue "soziale Wahlgeschenke" statt mehr Investitionen in die Zukunft.

An der Umfrage vom 12. bis 27. Dezember beteiligten sich nach Verbandsangaben rund 2800 Unternehmen.

Quelle: n-tv.de, wne/dpa

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