Wirtschaft

Neue Dividendenpolitik Moeller-Maersk schreibt rote Zahlen

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Moeller-Maersk rutschte zum Jahresauftakt in die roten Zahlen.

(Foto: imago/Aton Chile)

Operativ legte der dänische Reedereikonzern Moeller-Maersk deutlich zu. Doch unter dem Strich steht wegen interner Buchungsänderungen ein dickes Minus. Zugleich legt das Unternehmen aber ein kleines Wohlfühlprogramm für Aktionäre auf.

Der dänische Reedereikonzern A.P. Moeller-Maersk hat im ersten Quartal unerwartet einen Verlust eingefahren. Operativ legte das Ergebnis allerdings trotz eines nur leichten Umsatzanstiegs deutlich zu, wie das Unternehmen mitteilte. Zugleich kündigte das Unternehmen eine neue Dividendenpolitik und Aktienrückkäufe an.

Maersk meldete einen Verlust von 659 Millionen US-Dollar nach einem Gewinn von 2,73 Milliarden im Vorjahreszeitraum. Während der Konzern im Vorjahr noch vom Verkauf seines Ölgeschäfts profitiert hatte, buchte er in diesem Jahr aus nicht fortgeführtem Geschäft einen Verlust von 552 Millionen Dollar. Analysten hatten laut Factset-Konsens einen Konzerngewinn von 53 Millionen Dollar prognostiziert.

Der Umsatz stieg von 9,31 Milliarden auf 9,54 Milliarden Dollar. Nach Anpassung der Vorjahreszahl an den Bilanzierungsstandard IFRS 16 legte der Umsatz um 2,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu. Die Analysten hatten mehr erwartet. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) kletterte um ein Drittel auf 1,24 Milliarden Dollar.

Maersk geht im Gesamtjahr weiterhin von einem Ebitda von rund 5,0 Milliarden Dollar aus, inklusive positiver Effekte aus der neuen Bilanzierung. In diesem Jahr soll eine neue Dividendenpolitik umgesetzt werden. Die Ausschüttungsquote soll bei 30 bis 50 Prozent des bereinigten Gewinns liegen. Maersk will außerdem Aktien für bis zu 10 Milliarden dänische Kronen zurückkaufen, umgerechnet 1,3 Milliarden Euro.

Quelle: n-tv.de, jwu/DJ

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