Wirtschaft

Hashtag #Bitcoin Musk lässt Krypto-Kurse abstürzen

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Die Achterbahnfahrt auf dem Kryptomarkt geht weiter.

(Foto: picture alliance / Daniel Kalker)

Kaum haben sich Bitcoin und andere Digitalwährungen nach dem jüngsten Crash etwas erholt, geht es nun erneut bergab. Und wieder scheint Elon Musk seine Finger im Spiel zu haben. Ein zuvor gepostetes "Meme" dreht sich um das Ende einer Beziehung. Wie war das eigentlich noch mit Musk und seinen Tweets?

Tesla-Chef Elon Musk und Twitter sind nicht mehr ohne einander vorzustellen. Das tendenziell etwas toxische Verhältnis reicht bereits Jahre zurück. Heute twittert der Multimilliardär am liebsten über Digitalwährungen, womit ihm zuletzt auch viel Aufmerksamkeit garantiert gewesen ist. Denn seine Kommentare haben allem Anschein nach maßgeblich zur Achterbahnfahrt am Kryptomarkt beigetragen.

Auch heute sorgt Musk wieder mit einer kryptischen Botschaft für Wellen und satte Kursverluste. Zeitweise fällt die nach Marktwert bedeutendste Kryptowährung Bitcoin um rund fünf Prozent auf rund 36.500 US-Dollar. Die zweitwichtigste Digitalanlage Ether sinkt gleichzeitig um etwa sieben Prozent auf rund 2600 Dollar. Andere Kryptowerte wie XRP oder Litecoin verlieren prozentual sogar noch deutlicher.

Auslöser der neuen Kursturbulenzen ist diesmal eine Botschaft, die aus dem Hashtag "#Bitcoin", einem Symbol für die Kryptowährung und einem zerbrochenen Herzen, besteht. Angehängt ist ein Bild, in dem ein Paar über seine Trennung diskutiert.

Musk galt lange Zeit als Verfechter von Bitcoin und anderen Digitalwährungen. Auch die als Spaß gestartete und lange Zeit weithin unbekannte Digitalwährung Dogecoin katapultierte er mit kryptischen Tweets und ähnlichen Symbolen in kurzer Zeit in ungeahnte Höhen. Noch im Februar kaufte sein E-Autobauer Tesla Bitcoin im Wert von 1,5 Milliarden Dollar, was für steigende Kurse sorgte, die auch die Quartalsbilanz von Tesla kräftig aufhübschten.

Tweets sind ein Schlag in Teslas Kontor

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Seitdem hat sich der Investor und Technikfan allerdings mit Verweis auf die schlechte Umweltbilanz von der Kryptowährung abgewendet und auch Bitcoin-freundlichen Kurs des Elektroautobauers Tesla revidiert. Bitcoin wird als Zahlungsmittel für Tesla wegen der Klimabedenken inzwischen nicht mehr akzeptiert.

Tesla will Bitcoin erst wieder annehmen, wenn das Schürfen der Währung mit nachhaltiger Energie geschieht. Was seine Absage letztlich bedeutet, ob Tesla die Bitcoin-Reserven halten oder verkaufen wird, darüber durfte nach entsprechenden Tweets ausführlich spekuliert werden. Zwar stellte Musk irgendwann klar, dass Tesla keinen Bitcoin verkauft habe. Ob das so bleiben wird, wird von manchen Beobachtern aber bezweifelt. Marktanalyst Peter Schiff zum Beispiel kommentierte das auf Twitter mit den Worten: "noch nicht".

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Seit gut zwei Jahren muss Musk Tweets, in denen es sich um kommende bedeutende Tesla-Veranstaltungen oder wichtige Finanzdaten des Unternehmens handelt, von einem Rechtsanwalt genehmigen lassen. Darauf hatte sich der Tesla-Chef mit der SEC geeinigt, nachdem sie ihn wegen Tweets zu Tesla wegen Kapitalbetrugs verklagt hatte. Außerdem wurde eine Geldbuße von 20 Millionen US-Dollar jeweils für Musk und Tesla verhängt.

Laut "Wall Street Journal" hat Musk gegen diese Regel bereits zweimal verstoßen, 2019 und 2020, und Tweets nicht juristisch prüfen lassen. Die Zeitung beruft sich dabei auf eine interne Korrespondenz.

Quelle: ntv.de, ddi

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