Wirtschaft

Beihilfe zur Steuerhinterziehung NRW ermittelt gegen mehr als 50 Banken

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Dank der Auswertung von Selbstanzeigen kommen die Steuerfahnder auf die Spur der Geldhäuser in Österreich, Liechtenstein, Luxemburg und der Schweiz.

picture-alliance/ dpa/dpaweb

Alte Selbstanzeigen liefern neue Spuren: Wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung ermitteln NRW-Steuerfahnder offenbar gegen 57 ausländische Finanzinstitute. Bisher gezahlte Bußgelder sollen weit mehr als 100 Millionen Euro betragen.

Steuerfahnder aus Nordrhein-Westfalen haben nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" in den vergangenen beiden Jahren gegen 57 Banken aus der Schweiz, Liechtenstein, Österreich und Luxemburg Ermittlungsverfahren wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung eingeleitet.

Auf die Spur gekommen seien die Fahnder den Finanzinstituten durch die Auswertung von Selbstanzeigen deutscher Bürger, die den Behörden Schwarzgeldkonten im Ausland meldeten, so die "SZ." In etwa zehn Verfahren seien sich die deutschen Steuerfahnder und die ausländischen Banken bereits über Bußgeldzahlungen in Höhe von insgesamt 120 Millionen Euro einig geworden, schreibt die Zeitung weiter. Derzeit werde in einem größeren Fall über rund 60 Millionen Euro Bußgeld verhandelt.

NRW geht besonders energisch gegen Steuerbetrug vor. Das Land hat seit 2010 elf Datenträger mit Daten mutmaßlicher Steuersünder erworben. Nach Angaben des Finanzministeriums von Anfang August haben die dadurch ausgelösten Selbstanzeigen und Bußgelder von Banken wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung seitdem rund sechs Milliarden Euro bundesweit eingebracht. Davon seien 2,1 Milliarden Euro nach NRW geflossen.

Quelle: n-tv.de, jgu/dpa

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