Wirtschaft

Versicherer zahlen 40 Milliarden Naturkatastrophen sind extrem teuer

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Wegen der verheerenden Hochwasser rechnen deutsche Versicherer in der zweiten Jahreshälfte mit hohen Schadenszahlungen.

(Foto: picture alliance / Geisler-Fotopress)

Extremwetterereignisse bescheren der Versicherungsbranche im ersten Halbjahr 2021 eine Schadenssumme von 40 Milliarden Dollar. Laut Swiss Re ist das der zweithöchste Wert, der jemals verzeichnete wurde. Nach der Flutkatastrophe rechnen deutsche Versicherer auch im zweiten Halbjahr mit hohen Zahlungen.

Naturkatastrophen sind die Versicherungsbranche in der ersten Jahreshälfte nach Schätzung des Schweizer Rückversicherers Swiss Re teuer wie selten zu stehen gekommen. Naturkatastrophen und von Menschen verursachte Unglücke verursachten weltweit einen wirtschaftlichen Schaden von 77 Milliarden Dollar, wie aus einer Erhebung des Münchener-Rück-Rivalen hervorgeht.

Die Versicherungsbranche muss dabei für 42 Milliarden an Schäden geradestehen. Das Gros davon entfiel auf Naturkatastrophen, auf die Versicherungsschäden von 40 Milliarden Dollar entfallen. Das ist Swiss Re zufolge der zweithöchste jemals verzeichnete Schadenwert während der ersten sechs Monate und liegt über dem Zehnjahresschnitt von 33 Milliarden Dollar.

Im Zuge des Klimawandels werden dabei sogenannte sekundäre Naturgefahren wie Winterstürme, Hagel, Überschwemmungen oder Waldbrände zu einer immer größeren Belastung. "Die bisherige Erfahrung im Jahr 2021 unterstreicht die zunehmende Gefahr, die von diesen Risiken ausgeht, da immer größere Teile der Gesellschaft Extremwetterereignissen ausgesetzt sind", erklärte Martin Bertogg, Leiter des Bereichs Katastrophenschäden bei Swiss Re.

In den USA verursachte alleine der Wintersturm "Uri" geschätzt 15 Milliarden Dollar Versicherungsschaden. In der zweiten Jahreshälfte drohen der Branche weitere hohe Schadenzahlungen. So dürften etwa deutsche Versicherer für die verheerenden Überschwemmungen in dem Land mit bis zu 5,5 Milliarden Euro geradestehen müssen. Und die Hurrikansaison im Atlantik steht erst noch bevor.

Quelle: ntv.de, chf/rts

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