Wirtschaft

0,1 Prozent weniger Abos Netflix streicht Stellen

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Die Konkurrenz für Netflix im Streaming-Markt ist stärker geworden.

(Foto: REUTERS)

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Weltweit hat der Streamingdienst mehr als 221 Millionen zahlende Kunden. Die Zahl der Abonnements geht zuletzt leicht zurück - das erste Mal seit Jahren. Netflix reagiert darauf mit Stellenstreichungen. Auch könnten die Zeiten bald vorbei sein, in denen sich mehrere Haushalte ein Konto teilen.

Der US-Streamingriese Netflix hat wegen der schlechten Wachstumsaussichten einen Sparkurs eingeschlagen. Die Entlassungen von rund 150 "tollen Kollegen" seien "hauptsächlich durch die Bedürfnisse des Unternehmens und nicht durch die individuelle Leistung" begründet, sagte ein Unternehmenssprecher. Betroffen waren demnach vor allem Mitarbeiter in den USA. Netflix hat auch die Aufträge an Subunternehmer reduziert.

Netflix hatte zuletzt erstmals seit mehr als zehn Jahren einen Verlust bei den Abozahlen bekannt gegeben. Dabei handelte es sich um einen Rückgang um 200.000 Abonnenten, weniger als 0,1 Prozent der Gesamtkundenzahl von 221,6 Millionen. Dies reichte jedoch, um unter den Netflix-Aktionären für Unruhe zu sorgen. "Die Verlangsamung des Wachstums unserer Einnahmen bedeutet, dass wir auch das Wachstum unserer Ausgaben als Unternehmen verlangsamen müssen", erklärte der Sprecher.

Netflix kämpft unter anderem mit wachsender Konkurrenz durch neue Streamingdienste, etwa von Disney und Apple. Darüber hinaus hat der Konzern auch das illegale Teilen von Nutzerkonten als Wachstumshindernis identifiziert. Unternehmensschätzungen zufolge nutzen mehr als 100 Millionen Haushalte Netflix, ohne dafür zu zahlen. Der Konzern will nun schärfer dagegen vorgehen und neue Abomodelle anbieten, die das Teilen gegen Aufpreis erlauben. Er erwägt auch ein werbefinanziertes Modell, um die Preise zu senken.

Quelle: ntv.de, hul/AFP

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