Sattes KursplusNordex-Papiere bekommen neuen Rückenwind

Der Windanlagenbauer Nordex blickt seit einigen Monaten auf gute Geschäfte. Die Auftragsbücher sind voll. Die Produktion wird effizienter. Das sorgt für ein Kursplus. Ein Analystenkommentar schiebt die Papiere nun zusätzlich an.
Nach positiven Kommentaren stürzen sich Anleger auf die Papiere des Windanlagenbauers Nordex. Für die Papiere im MDax geht es um mehr als zehn Prozent auf über 40 Euro in die Höhe. Nach zuletzt guten Zahlen und Auftragseingängen sind die Aktien von Bank auf America auf "Buy" von "Neutral" hochgestuft worden. "Dem könnten weitere Hochstufungen folgen", sagt ein Händler, da Nordex ab Dienstag auf der Energy & Power Conference von Barclays in New York auftreten. Vor allem die Kombination aus Auftragsplus und kräftiger Margenverbesserung dürfte gut ankommen. Das Unternehmen hatte erst Anfang August Aufträge aus Rumänien den USA und der Türkei gemeldet. Trotz des Kursplus gehen die Anteilsscheine noch für 20 Prozent unter dem Jahreshoch um.
Für das Frühjahr hatten die Hamburger mit Standort in Rostock bei einem gestiegenen Auftragseingang deutlich mehr Gewinn vermeldet. So verdoppelte sich das operative Ergebnis (Ebitda) auf Jahressicht auf 224 Millionen Euro. Zugleich legte die Ebitda-Marge von 5,8 auf 10,3 Prozent zu. Am Ende des Dreimonatszeitraums summierten sich die Einnahmen auf 2,2 Milliarden Euro. In den Büchern standen Bestellungen für Turbinen mit einer Gesamtleistung von 3,1 Gigawatt - der Orderwert belief sich zur Jahresmitte auf 11,6 Milliarden Euro.
Das Unternehmen bestätigte seine Prognose für das Gesamtjahr. "Für die zweite Jahreshälfte konzentrieren wir uns weiterhin auf die konsequente Umsetzung unseres Geschäfts und die Fortschritte auf dem Weg zu unserem mittelfristigen Margenziel", erklärte Konzernchef José Luis Blanco. Konkret sollen die Einnahmen im Gesamtjahr bei 8,2 Milliarden bis 9,0 Milliarden Euro liegen. Die Marge wird bei 8 bis 11 Prozent erwartet. Mittelfristig strebt das Unternehmen Margen zwischen 10 und 12 Prozent an.