Wirtschaft

Profitabilität soll steigen Novartis stellt Zuversicht zur Schau

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Novartis peilt höhere Margen an.

(Foto: REUTERS)

Der Schweizer Pharmariese Novartis hat nach eigenem Bekunden Dutzende Wirkstoffe an der Schwelle zur Marktreife. Mit deren Hilfe sowie weiterer Einsparungen will das Unternehmen künftig erheblich profitabler werden. Zudem sollen Milliarden in die Pflege des Aktienkurses fließen.

Der Pharmakonzern Novartis will mit zusätzlichen Einsparungen profitabler werden und hat seinen Eigentümern den Rückkauf weiterer Aktien in Aussicht gestellt. Der Erwerb von eigenen Titeln für bis zu 2,5 Milliarden Dollar spiegle die Zuversicht in das zukünftige Wachstum und den Erfolg der Entwicklungspipeline wider, erklärte Konzernchef Vasant Narasimhan vor einer Online-Investorenveranstaltung.

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Der Konzern habe gegenwärtig 49 Wirkstoffe in der letzten Phase der klinischen Entwicklung oder in der Zulassungsphase. Neue Therapien würden das Wachstum ankurbeln und dazu beitragen, drohende Umsatzeinbußen durch den Patentauslauf von Arzneimitteln wettzumachen.

Der Aktienrückkauf, der von den Aktionären bereits früher gutgeheißen wurde, startet sofort und soll im Laufe der ersten Jahreshälfte 2021 abgeschlossen werden. Der Konzern will zudem mehr sparen und rentabler werden. Im Kerngeschäft mit den patentgeschützten Medikamenten, Innovative Medicines genannt, peilt Novartis mittelfristig eine bereinigte operative Marge im hohen 30-Prozent-Bereich an und zeigt sich damit ambitionierter als bislang.

Bei der Generika-Tochter Sandoz strebt Novartis ein niedriges bis mittleres einstelliges Umsatzwachstum an. Die bereinigte Betriebsgewinnmarge soll mittel- bis langfristig im mittleren bis hohen 20-Prozent-Bereich zu liegen kommen. 2019 waren es 21,5 Prozent und nach neun Monaten - auch dank Vorratskäufen im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie - 25,4 Prozent.

Um die mittelfristige Zielvorgabe zu erreichen, will das Unternehmen auch die Sparschraube anziehen: Im Bereich technische Operationen wird ein neues Programm aufgelegt, um die Kosten ab 2021 um zwei Milliarden Dollar zu senken. Das Ziel, bis Ende dieses Jahres zwei Milliarden Dollar bei den technischen und unterstützenden Funktionen einzusparen, sei auf Kurs.

Quelle: ntv.de, jwu/rts