Wirtschaft

Dank eines Polsters Ökostromumlage sinkt 2018 leicht

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(Foto: picture alliance / Jens Büttner/)

Zum ersten Mal seit ihrer Einführung 1998 sinkt die Ökostromumlage. Allerdings ist die Reduzierung sehr gering. Die Haushalte dürfen sich dementsprechend kaum Hoffnungen auf sinkende Strompreise machen.

Stromkunden müssen ab dem kommenden Jahr etwas weniger für den Ausbau der Erneuerbaren Energien zahlen. Die Ökostrom- oder EEG-Umlage sinkt ab kommendem Jahr leicht von 6,88 auf 6,792 Cent je Kilowattstunde, wie die Übertragungsnetzbetreiber mitteilten. Das entspricht einem Rückgang von 1,3 Prozent.

Mit der Umlage zahlen Privathaushalte und Unternehmen den Umbau der Energieversorgung auf grünen Strom aus Windrädern, Solarfeldern und Biomasseanlagen. Befreit von der Abgabe sind die Großverbraucher aus der Industrie, damit sie im internationalen Wettbewerb nicht abgehängt werden.

In den vergangenen Jahren war die EEG-Umlage meist deutlich gestiegen und hatte eine Kostendebatte über die Energiewende ausgelöst. Die Rechnung für den grünen Strom summierte sich vergangenes Jahr für ganz Deutschland auf rund 25 Milliarden Euro.

Die Experten von dem Forschungsinstitut Agora Energiewende erwarten, dass die Ökostromförderung ab Anfang kommenden Jahrzehnts zurückgeht. Nach und nach werde sich dann den Fachleuten zufolge die Senkung der Einspeisevergütungen bemerkbar machen, die durch die Einführung der Auktionen für Ökostromanlagen erreicht wurde.

Die Umlage sinkt erst zum zweiten Mal seit der Einführung im Jahr 1998. Der Rückgang ist allerdings so gering, dass sich Haushaltskunden kaum Hoffnungen auf fallende Strompreise machen können. Der Netzausbau wird viel Geld verschlingen und dementsprechend die Netzumlage deutlich anziehen. Auch sie zahlen Haushalte und Unternehmen automatisch mit der Stromrechnung.

Quelle: n-tv.de, wne/DJ/rts