Wirtschaft

Milliarden für den Kronprinz Ölgigant Saudi Aramco macht kräftig Profit

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Saudi Aramco gilt als verschwiegen und gewährte nun erstmals seit der Verstaatlichung des Konzerns in den 70er-Jahren einen Blick in die Bilanzen.

(Foto: REUTERS)

Saudi Aramco veröffentlicht erstmals Geschäftszahlen und offenbart dabei einen Gewinn von mehr als Hundert Milliarden Dollar. Die anderen bekanntesten Ölkonzerne der Welt schaffen gerade mal 80 Milliarden Dollar Gewinn - allerdings zusammengerechnet.

Der saudiarabische Ölriese Saudi Aramco hat sich im Zuge einer geplanten Übernahme erstmals in die Bücher schauen lassen - und dabei astronomische Gewinne enthüllt: Wie die Ratingagentur Moody's mitteilte, summierte sich der Nettogewinn im vergangenen Jahr auf 111,1 Milliarden Dollar (knapp 99 Milliarden Euro). Fitch Ratings zufolge betrug der Gewinn vor Steuern 224 Milliarden Dollar.

Damit stellt Saudi Aramco die bekanntesten Ölkonzerne der Welt in den Schatten. Die Profite von Chevron und Exxon Mobil aus den USA, von BP aus Großbritannien, dem britisch-niederländischen Rivalen Royal Dutch Shell und Total aus Frankreich machten 2018 knapp 80 Milliarden Dollar aus - allerdings zusammengerechnet.

Saudi Aramco gilt als verschwiegen und gewährte nun erstmals seit der Verstaatlichung des Konzerns in den 70er-Jahren einen Blick in die Bilanzen. Hintergrund ist, dass Saudi Aramco derzeit die Übernahme eines 70-Prozent-Anteils am saudiarabischen Petrochemiekonzern Sabic anstrebt. Für diese Verschmelzung der beiden größten Unternehmen des Königreichs, die sich Saudi Aramco 69,1 Milliarden Dollar kosten lässt, will der Konzern Anleihen an Investoren verkaufen. Im Zuge dessen erhielten Moody's und Fitch Einblick in die Bücher.

Der Großteil der Gewinne von Saudi Aramco geht an die saudiarabische Führung. Kronprinz Mohammed bin Salman will derzeit sein ehrgeiziges Reformprogramm Vision 2030 vorantreiben, mit dem das ölreiche Königreich sich wirtschaftlich breiter aufstellen und zu einem Zentrum für Technologie und Innovation werden will.

Quelle: n-tv.de, kpi/AFP