Wirtschaft

Symbolträchtiges Gebäude Opel erwägt Verkauf des Adam-Opel-Hauses

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Statue von Firmengründer Adam Opel vor dem historischen Firmenportal in Rüsselsheim.

(Foto: picture alliance/dpa)

Dem Sparkurs beim angeschlagenen Autobauer Opel soll offenbar auch die Zentrale in Rüsselsheim zum Opfer fallen. Das Gebäude trägt den Namen des Firmengründers Adam Opel - und könnte neben weiteren Teilen des Werksgeländes bald den Besitzer wechseln.

Opel will im Zuge seines Sparkurses größere Teile seines Werksgeländes in Rüsselsheim versilbern - darunter ist einem Medienbericht zufolge neben Parkplatzflächen und einem großen Gelände am Fluss auch das Gebäude der Firmenzentrale, das den Namen des Unternehmensgründers Adam Opel trägt. An der Umsetzung der Verkaufspläne werde bereits gearbeitet, berichtete die "Wirtschaftswoche" unter Berufung auf Insider.

PSA Peugeot Citroën
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Ein Sprecher der PSA-Tochter sagte, Ziel sei es, "eine nachhaltige und wettbewerbsfähige Aufstellung an allen unseren Standorten" zu erreichen. Das Gelände am Standort Rüsselsheim sei - auch im Vergleich zu anderen Automobilwerken - überproportional groß. "Noch vor drei Jahren war unser Werksgelände größer als das Fürstentum Monaco." Ziel sei es, "Flächen zu komprimieren und uns von nicht mehr benötigten Bereichen zu trennen", erklärte Opel weiter.

Konkret entschieden sei noch nichts. Experten halten es für möglich, dass Opel die Firmenzentrale an eine Leasinggesellschaft verkauft und weiter nutzt. Opel gehört seit 2017 zum französischen Autobauer Peugeot. Der hat die deutsche Traditionsmarke danach mit einem harten Sanierungskurs zurück in die schwarzen Zahlen geführt.

Opel steckt seit der Übernahme durch den französischen PSA-Konzern im Sommer 2017 in einer umfassenden Restrukturierung. Teile der Rüsselsheimer Liegenschaften sind bereits an den Ingenieurs-Dienstleister Segula und die Möbelkette Ikea gegangen. Mit Aufgabe der Getriebefertigung werden weitere Gebäude direkt am Main frei.

Quelle: ntv.de, jug/rts/dpa