Wirtschaft

Sechs Monate Kurzarbeit Opel streicht Spätschicht in Rüsselsheim

125017246.jpg

In der zweiten Tageshälfte schaltet Opel in Rüsselsheim die Produktionslinien aus.

(Foto: picture alliance/dpa)

Im Opel-Stammwerk Rüsselsheim gibt es in den kommenden Monaten zu wenig Arbeit für die Beschäftigten: Der Zafira läuft aus, der Insignia kommt nicht gut an und der Astra wird erst ab 2021 hier produziert. PSA stellt die Fabrik daher auf Kurzarbeit um. Ziel sei es, die Mitarbeiter zu halten.

Die Mitarbeiter des Autobauers Opel in Rüsselsheim müssen ab diesem Monat mit Kurzarbeit rechnen. Ein Sprecher bestätigte, dass Opel die Kurzarbeit bei der Agentur für Arbeit für sechs Monate ab Oktober angezeigt hat. Das "Handelsblatt" hatte zuvor berichtet, Management und Betriebsrat hätten sich auf die Streichung der Spätschicht geeinigt.

Die Arbeitnehmer erhalten für die nicht geleistete Arbeitszeit Kurzarbeitergeld als Lohnersatzleistung sowie einen Zuschlag von Opel. Das Entwicklungszentrum und weitere zentrale Einheiten des Autobauers sind nicht betroffen.

"Dieser Schritt dient dazu, eine sozialverträgliche Brückenlösung zu schaffen", erklärte das Unternehmen. Nachdem die Produktion des Modells Zafira im hessischen Stammwerk ausgelaufen ist, soll laut Opel nun die Zeit bis zur Produktion des neuen Opel Astra überbrückt werden.

Keine Kündigungen bis Sommer 2023

In dem zum französischen PSA-Konzern zählenden Autowerk fehlt derzeit die Arbeit. So ist im Sommer die Produktion des Familienwagens Zafira ausgelaufen, und der Absatz der Limousine Insignia schwächelt.

PSA hatte im Juni jedoch für 2021 die Verlegung der Astra-Produktion von Polen nach Rüsselsheim angekündigt. "Mit den Investitionen in den Bau des nächsten Opel Astra ab 2021 ist die Zukunft des Werkes langfristig gesichert", versicherte Opel. Bis dahin sollen die Beschäftigten möglichst im Unternehmen gehalten werden. Betriebsbedingte Kündigungen sind an den deutschen Standorten bis Sommer 2023 ausgeschlossen.

Quelle: n-tv.de, jog/dpa/AFP

Mehr zum Thema