Wirtschaft

Zusätzliche Umsätze angepeiltOrange lockt die Anleger - Ziele deutlich hochgeschraubt

19.02.2026, 15:15 Uhr
00:00 / 02:22
This-photograph-shows-an-optical-network-node-at-a-plant-of-French-telecommunication-company-Orange-in-Guyancourt-West-of-Paris-on-January-28-2025-ADSL-will-soon-be-a-thing-of-the-past-on-January-31-2025-the-copper-network-took-the-first-step-towards-its-complete-shutdown-in-2030-to-be-replaced-by-fiber-optics-a-more-modern-technology-whose-rollout-is-still-incomplete
Orange stellt höhere Einnahmen durch Cloud- und Cybersicherheitsangebote in Aussicht. (Foto: AFP)

Der französische Telekom-Konzern Orange meldet überraschend starke Quartalszahlen. Und auch mit seinem Ausblick schlägt das Unternehmen die Erwartungen. Am Markt kommen die Nachrichten ausgesprochen gut an und hieven das Papier auf ein Mehrjahreshoch.

Ein optimistischer Ausblick und Fusionsspekulationen bescheren Orange den größten Kurssprung seit drei Jahren. Die Aktien des französischen Telekom-Konzerns stiegen an der Pariser Börse zeitweise um mehr als sechs Prozent und notierten mit 17,92 Euro auf dem höchsten Stand seit 16 Jahren.

Das Unternehmen will den Mittelzufluss bis 2028 um jährlich zwölf Prozent steigern. Die Dividende werde dann voraussichtlich bei 0,85 Euro je Aktie liegen. Aktuell schüttet Orange 0,79 Euro je Aktie aus. In den kommenden Jahren könne darüber hinaus mit zusätzlichen Umsätzen von einer Milliarde Euro durch Cloud- und Cybersicherheitsangebote gerechnet werden, hieß es weiter. Analysten zufolge übertreffen diese Ziele die Markterwartungen.

Am Vortag hatte Orange überraschend positive Geschäftszahlen vorgelegt. Die Erlöse wuchsen dank eines starken Afrika- und Nahost-Geschäfts im abgelaufenen Quartal um 2,2 Prozent auf 10,5 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis erreichte 3,6 Milliarden Euro.

Auf dem heutigen Kapitalmarkttag betonte Orange zudem, Übernahmen hätten weiterhin Priorität - vor allem auf dem französischen Heimatmarkt. Dort verhandelt der Konzern gemeinsam mit den Konkurrenten Bouygues und Iliad über eine Übernahme des Mobilfunkers SFR, der Nummer zwei auf dem französischen Markt. Die Tochter des Kabelanbieters Altice wird dabei mit 17 Milliarden Euro bewertet.

Darüber hinaus hat Orange unlängst sein spanisches Joint Venture MasOrange für 4,25 Milliarden Euro komplett übernommen. Davon verspricht sich der französische Mutterkonzern für 2026 Einsparungen von 500 Millionen Euro.

Quelle: ntv.de, jwu/rts

QuartalszahlenFrankreichTelekommunikation