Wirtschaft

Angebot nur noch online Otto stampft Katalog ein

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Der Hauptkatalog spielt schon seit Jahren eine untergeordnete Rolle für den Versandhändler.

(Foto: dpa)

Im Dezember 2018 verschickt der Versandhändler Otto zum letzten Mal seinen großen Hauptkatalog. Warum sich das Unternehmen nach 68 Jahren zu einem reinen Online-Händler wandelt.

Der Otto-Katalog hat ausgedient. Der Versandhändler will den Katalog im Dezember mit dem Frühjahr-Sommer-Sortiment für das Jahr 2019 zum letzten Mal verschicken. Das kündigte das Hamburger Unternehmen an. Der einst dicke Wälzer pries seit Jahrzehnten Waren zur Bestellung an. Models wie Claudia Schiffer, Heidi Klum oder Gisele Bündchen zierten das Titelbild.

"Unsere Kunden haben den Katalog sukzessive selbst abgeschafft, weil sie ihn immer weniger nutzen und schon längst auf unsere digitalen Angebote zugreifen", teilte Bereichsvorstand Marc Opelt mit. 95 Prozent der Kunden bestellen digital. Hierfür bietet Otto einen Internetauftritt sowie mobile Anwendungen, über die rund drei Millionen Produkte aufgerufen werden könnten.

Der Hauptkatalog als Vertriebskanal spiele schon seit Jahren mit einem einstelligen Anteil am Gesamtumsatz von 2,95 Milliarden Euro eine untergeordnete Rolle für den Hamburger Versandhändler, so das Unternehmen. Der erste Katalog erschien 1950, im ersten Jahr nach der Gründung des Versands. Er war noch handgebunden und hatte gerade mal eine Startauflage von 300 Stück. Auf 14 Seiten mit eingeklebten Fotos wurden 28 Paar Schuhe präsentiert. Unter dem Motto "Vertrauen gegen Vertrauen" führte Otto nach eigenem Bekunden als erster Versandhändler damals den Kauf auf Rechnung ein.

Das Unternehmen prosperierte und mit ihm der Katalog, der 1997 erstmals komplett ins Internet gestellt wurde. Der Hauptkatalog in seiner jetzigen Form sei nicht mehr zeitgemäß, bilanzierte das Unternehmen: "Otto ist ein E-Commerce-Unternehmen und entwickelt sich zu einer online-getriebenen Plattform."

Quelle: n-tv.de, meh/dpa

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