Wirtschaft

Konsequenz der Corona-Krise PC-Verkäufe pushen Microsofts Umsatz

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Windows läuft derzeit gut bei Microsoft.

(Foto: imago images/ZUMA Wire)

Seit Jahren ist das Cloud-Geschäft Wachstumstreiber bei Microsoft. Doch zuletzt gehen die Umsätze nicht mehr ganz so rasant nach oben. Dafür sind in der Corona-Pandemie Windows und XBox wieder schwer gefragt.

Microsoft hat im vergangenen Quartal mit seinem Umsatz die Analysten-Erwartungen übertroffen. Der Softwarekonzern steigerte die Erlöse im Jahresvergleich um 13 Prozent auf gut 38 Milliarden Dollar - am Markt waren eher um die 36,5 Milliarden Dollar erwartet worden. Zugleich verlangsamte sich das Wachstum von Microsofts Cloud-Plattform Azure binnen drei Monaten von 59 Prozent auf 47 Prozent. Die Aktie gab im nachbörslichen Handel am Mittwoch zeitweise um mehr als zwei Prozent nach.

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Microsoft hat sich in den vergangenen Jahren konsequent auf das Cloud-Geschäft ausgerichtet, das zum Wachstumstreiber geworden ist. In der Corona-Krise bekam aber auch der lange schwächelnde PC-Markt wieder Rückenwind durch Notebook-Käufe für Heimarbeit. Die Microsoft-Sparte, in der das Geschäft mit dem Windows-Betriebssystem, den hauseigenen Surface-Computern und der Spielkonsole Xbox gebündelt ist, steigerte den Umsatz um 14 Prozent auf 12,9 Milliarden Dollar. Analysten hatten sich auf etwa 11,5 Milliarden eingestellt.

Der Gewinn in dem Ende Juni abgeschlossenen vierten Geschäftsquartal sank unterdessen um 15 Prozent auf 11,2 Milliarden Dollar. Microsoft hatte vor einigen Wochen die Schließung des Großteils seiner hauseigenen Einzelhandelsläden angekündigt, was die Bilanz mit 450 Millionen Dollar belastete.

Quelle: ntv.de, ino/dpa