Wirtschaft

Vergütung von Dax-Aufsichtsräten Paul Achleitner ist Top-Verdiener

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Deutsche-Bank-Chefaufseher Paul Achleitner verdient ein vielfaches Mal als der Durchschnitt seiner Kollegen.

(Foto: dpa)

Die Aufsichtsratschefs der Großkonzerne müssen sich dieses Jahr mit einer Erhöhung ihrer Gehälter um 2,1 Prozent zufrieden geben. Die Liste führt Deutsche-Bank-Chefaufseher Achleitner an: Er verdient jährlich 808.000 Euro.

Der Aufsichtsratschef der Deutschen Bank, Paul Achleitner, verdient mehr als doppelt so viel wie andere Kontrolleure von Dax-Unternehmen. Im Schnitt ist die Vergütung der Aufsichtsratsvorsitzenden in diesem Jahr um 2,1 Prozent auf 350.800 Euro gestiegen.

Das Gehalt von Achleitner ist zwar um ein Prozent gesunken, er nimmt aber mit 808.000 Euro immer noch am meisten mit nach Hause. Ihm folgt Gerhard Cromme von Siemens mit 608.000 Euro. Platz drei der Top-Verdiener belegt Norbert Reithofer von BMW mit 563.700 Euro. Das geht aus einer Studie der Unternehmensberatung Towers Watson hervor.

Mittlerweile verwendet mehr als die Hälfte der Firmen ein festes Vergütungsmodell - im Gegensatz zu einer erfolgsabhängigen Entlohnung. "Eine reine Festvergütung entspricht der Unabhängigkeit des Aufsichtsrates, wodurch seine Kontrollfunktion gestärkt werden soll", erklärt Ralph Lange von Towers Watson. "Diese einfache Lösung ist aber nicht die beste: Eine Vergütung der Aufsichtsräte, die zu Teilen an langfristigen Erfolgen des Unternehmens ausgerichtet ist, entspricht stärker der Rolle des Aufsichtsrats als Kontrolleur und Strategiebegleiter."

Die Quote von 30 Prozent an weiblichen Mitgliedern im Aufsichtsrat haben 57 Prozent der Unternehmen noch nicht erfüllt. Für 2016 bedeutet dies: Bei Neubesetzungen sind die Konzerne gezwungen, vermehrt weibliche Mitglieder in ihr oberstes Kontrollgremium zu bestellen. Aktuell fehlen im Dax etwa 34 Aufsichtsrätinnen. 2015 stieg der Anteil an weiblichen Mitgliedern von 24 auf 26 Prozent an. Erstmals seit fünf Jahren ist hingegen der Anteil an Aufsichtsräten aus dem Ausland auf 24 Prozent gesunken, im Vorjahr waren es noch 29 Prozent.

Quelle: n-tv.de, jki/dj

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