Wirtschaft

Rassistischer Tweet Pharma-Gigant ätzt gegen Roseanne Barr

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Roseanne Barr.

(Foto: John Nacion/STAR MAX/IPx)

Roseanne Barr bekommt vom Pharma-Riesen Sanofi die volle Breitseite ab: Der französische Konzern nutzt seinen Social-Media-Kanal, um nicht gerade subtil auf Unterstellungen der US-Schauspielerin zu reagieren.

Die US-Schauspielerin Roseanne Barr hat eine Erklärung für ihre rassistischen Äußerungen: ein Schlafmittel. "Leute, ich habe etwas Unverzeihliches getan, also verteidigt mich nicht. Es war zwei Uhr am Morgen und ich habe unter der Wirkung von Ambien getwittert", so Barr.

Barr hatte eine langjährige afroamerikanische Beraterin von Ex-Präsident Barack Obama als Kreuzung von "Muslimbrüderschaft" und "Planet der Affen" beleidigt. Der Sender ABC setzte daraufhin die Erfolgsserie "Roseanne" mit Barr als gleichnamige Hauptdarstellerin ab.

Der Hersteller von Ambien, Sanofi, wies die Unterstellung der Seriendarstellerin zurück. "Während alle pharmazeutischen Behandlungen Nebenwirkungen haben, ist Rassismus keine bekannte Nebenwirkung jeglicher Sanofi-Medikamente", teilte das französische Unternehmen mit. "Für Sanofi arbeiten jeden Tag Menschen aller Ethnien, Religionen und Nationen."

 

Barr spielte in der aktuellen Staffel der Sitcom über den Alltag einer Arbeiter-Familie eine Anhängerin von US-Präsident Donald Trump - das ist sie auch im richtigen Leben. Die nun abgesetzte Staffel erzielte hohe Einschaltquoten und wurde sowohl von konservativen als auch von liberalen Medien gelobt.

Trump kritisierte den zu Disney gehörenden Sender, die Show abgesetzt zu haben. Auf die rassistischen Äußerungen Barrs ging der Präsident dagegen nicht ein.

Quelle: ntv.de, jga