Wirtschaft

Wegweisender Prozess endet Pharmariesen verhandeln Rekordvergleich

95442463.jpg

Die Pharma-Industrie wird in den USA beschuldigt, mit Schmerzmitteln zur grassierenden Medikamentenabhängigkeit beigetragen zu haben.

(Foto: picture alliance / Matthias Hiek)

Medikamentenabhängigkeiten, Drogen-Epidemie - und die Pharma-Industrie mischt munter mit. In den USA häufen sich deshalb die Klagen. Bundesstaaten, Städte, Landkreise, Betroffene fordern Entschädigungen und Schmerzensgeld. Es geht um Milliardensummen.

Kurz vor einem wichtigen US-Prozess um süchtig machende Schmerzmittel verhandeln drei Arzneimittelgroßhändler mit Klägeranwälten über einen milliardenschweren Vergleich. Die Unternehmen - McKesson, AmerisourceBergen und Cardinal Health - würden bei dem Deal zusammen 18 Milliarden Dollar zahlen, schrieb das "Wall Street Journal" unter Berufung auf Insider. Das Geld solle demnach aber über einen Zeitraum von 18 Jahren gestreckt fließen.

Die Unternehmen äußerten sich zunächst nicht. Am kommenden Montag soll in Ohio ein wegweisender Prozess gegen Firmen starten, die beschuldigt werden, mit Schmerzmitteln zur grassierenden Medikamentenabhängigkeit und Drogen-Epidemie in den USA beigetragen zu haben.

Bundesstaaten, Städte und Landkreise fordern von der Pharma-Industrie Milliarden von Dollar zurück, die sie für den Kampf gegen Opiat-Abhängigkeit und Überdosierung ausgegeben haben. Zuvor hatten bereits einige andere Konzerne Vergleiche erzielt.

Quelle: n-tv.de, bad/dpa

Mehr zum Thema