Wirtschaft

Coronavirus belastet Erwartungen Puma springt zu Rekordbilanz

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Puma befindet sich wie sein Vertragspartner Borussia Dortmund im Aufwind.

(Foto: imago images/MIS)

Mit einem starken Schlussspurt beendet Puma das beste Jahr seiner Geschichte und untermauert so den Status als Nummer drei im weltweiten Sportartikelmarkt. Das Geschäft floriert besonders in Asien, wo derzeit das Coronavirus grassiert. Das trübt die weiteren Aussichten.

Der Sportartikelhersteller Puma hat dank eines starken Schlussquartals im abgelaufenen Jahr den Gewinn überproportional zum Umsatz und beides prozentual zweistellig gesteigert. Der Umsatz wuchs - bereinigt um Wechselkurseffekte - um 17 Prozent auf 5,5 Milliarden Euro, gerechnet hatte Puma nur mit einem Plus von 15 Prozent. Das operative Ergebnis (Ebit) lag mit 440 Millionen Euro über der zuletzt auf 420 bis 430 Millionen angehobenen Prognose und damit mehr als 30 Prozent über Vorjahr. Unter dem Strich blieb ein Gewinn von 262 Millionen Euro, ein Anstieg um 40 Prozent.

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Vorstandschef Björn Gulden sprach vom "besten Jahr unserer Firmengeschichte". Die Aktionäre des MDax-Unternehmens aus Herzogenaurach können sich über eine signifikante Dividendenerhöhung freuen, auf 0,50 Euro von 0,35 Euro je Aktie.

Im vierten Quartal war das Ebit um knapp die Hälfte auf 55 Millionen Euro gestiegen, der Umsatz währungsbereinigt um 18 Prozent auf 1,48 Milliarden Euro. Unter dem Strich stieg der Gewinn des fränkischen Konzerns trotz einer deutlich höheren Steuerquote auf 17,8 Millionen Euro.

China und Indien waren 2019 erneut die Treiber des Wachstums. In der Region Asien/Pazifik schnellten die Umsätze um 26 Prozent nach oben. Dort erwirtschaftet Puma inzwischen 28 Prozent des weltweiten Umsatzes. In Amerika stieg der Umsatz um gut ein Fünftel, in Europa knackte Puma mit einem Plus von elf Prozent erstmals die Marke von zwei Milliarden Euro Umsatz. Der eigene Einzelhandel - von Puma betriebene Läden und der Online-Verkauf - wuchsen um mehr als ein Fünftel, das steht inzwischen für ein Viertel des Gesamtumsatzes.

Coronavirus dämpft erste Quartalserwartungen

Nach dem Rekordjahr will sich Puma auch von dem in China grassierenden Coronavirus nicht nachhaltig stoppen lassen. Allerdings seien wegen der Epidemie im laufenden ersten Quartal negative Auswirkungen auf Umsatz und Ebit zu erwarten, räumte der Konzern ein. "Das Geschäft in anderen Märkten, vor allem in Asien, leidet unter dem Ausbleiben chinesischer Touristen", erklärte Gulden.

Mehr als die Hälfte der Läden in China seien den Ausführungen zufolge geschlossen, zudem reisten deutlich weniger chinesische Touristen in andere Länder Asiens. "Aber wir arbeiten derzeit unter der Annahme, dass sich die Situation kurzfristig normalisieren wird und wir dann unsere Ziele für das Jahr 2020 erreichen können", erklärte der Konzernchef.

Für das laufende Geschäftsjahr erwartet Puma - Währungseffekte ausgenommen - einen Umsatzanstieg um zehn Prozent und ein Ebit zwischen 500 und 520 Millionen Euro. Das wäre ein Plus von 14 bis 18 Prozent. Auch der Nettogewinn soll sich deutlich verbessern. Puma ist nach den Wettbewerbern Nike und Adidas die weltweite Nummer drei auf dem Sportartikelmarkt.

Quelle: ntv.de, cri/rts/DJ/dpa