Wirtschaft

Keine Übernahme-Gespräche Qiagen bleibt doch eigenständig

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Qiagen befindet sich seit einiger Zeit in schwierigem Fahrwasser.

(Foto: dpa)

Am Heiligabend kommt das Biotech-Unternehmen Qiagen zu dem Schluss: Gespräche mit möglichen Übernahme-Interessenten werden beendet. Das Management will sich nun auf eine eigenständige Strategie fokussieren.

Das Biotech-Unternehmen Qiagen will nun doch eigenständig bleiben. Gespräche mit möglichen Übernahme-Interessenten würden beendet, da die verschiedenen Alternativen nicht überzeugend gewesen seien, teilte das im MDax notierte Unternehmen mit. Das Management sei zu dem Schluss gekommen, dass dies die beste Möglichkeit zur Steigerung des künftigen Wertpotenzials darstelle.

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Qiagen hatte nach mehreren Prognose-Verfehlungen vor einigen Wochen erklärt, verschiedene Offerten für einen Verkauf zu prüfen. Seit Beginn der Spekulationen auf einen Übernahme-Poker hatten sich die Papiere um rund 30 Prozent verteuert, an der Börse war Qiagen zuletzt 8,4 Milliarden Euro wert. Angesichts der neuen Entwicklung brachen die Aktien aber im nachbörslichen US-Handel um 26 Prozent ein.

Vorstand und Aufsichtsrat hätten Gespräche mit interessierten Parteien geführt, erklärte Qiagen. Dabei sollten mögliche strategische Alternativen erkundet werden, die ein größeres Wertschöpfungspotenzial gegenüber den bestehenden kräftigen Wachstumsaussichten von Qiagen auf eigenständiger Basis hätten bieten können, hieß es. Zuvor habe Qiagen mehrere nicht verbindliche Interessensbekundungen erhalten. Am Heiligabend sei man aber zu dem Schluss gekommen, dass die Alternativen gegenüber den Qiagen-Planungen nicht überzeugend gewesen seien. Das Management werde sich nun auf seine eigenständige Strategie fokussieren.

Qiagen befindet sich seit einiger Zeit in schwierigem Fahrwasser. Das auf Tests zum Nachweis von Krankheiten sowie Laborgeräte spezialisierte Unternehmen verfehlte 2019 mehrmals seine Prognosen. Zudem hatte der langjährige Vorstandschef Peer Schatz Anfang Oktober überraschend seinen Rücktritt angekündigt. Mit der Ankündigung hatte Qiagen auch einen Strategiewechsel und eine Umstellung seines Produktionsnetzwerks angekündigt. Beides hat laut Qiagen aber hohe Restrukturierungskosten zur Folge.

Quelle: ntv.de, ghö/rts