Wirtschaft

Hoffnung ruht auf Migränemittel Ratiopharm-Mutter etwas zuversichtlicher

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Teva ist der weltgrößte Generikahersteller.

(Foto: REUTERS)

Der weltgrößte Hersteller von Nachahmer-Medikamenten legt überraschend gute Quartalszahlen vor. Der gewaltige Sparkurs zeigt Wirkung. Für das Gesamtjahr steigt bei Teva nun die Zuversicht, zumindest ein bisschen.

Der Generikakonzern Teva rechnet trotz eines kräftigen Gewinnrückgangs im dritten Quartal mit geringeren Einbußen im Gesamtjahr. Rückenwind erhofft sich die Mutter des Ulmer Arzneimittelherstellers Ratiopharm von der Markteinführung eines neuen Migränemittels.

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Teva habe zudem seine Kosten in den ersten neun Monaten dieses Jahres um 1,8 Milliarden Dollar senken können und sei auf Kurs, bis Ende 2019 eine Kostenreduzierung von drei Milliarden zu erreichen, sagte Vorstandschef Kare Schultz. Zugleich baue das Unternehmen seinen Schuldenberg weiter ab.

Schultz hatte dem weltgrößten Hersteller von Nachahmermedikamenten Ende vergangenen Jahres ein Sparprogramm verordnet. Rund ein Viertel der Belegschaft muss gehen, zudem gibt das israelische Unternehmen zahlreiche Werke auf.

Im dritten Quartal sank das bereinigte operative Ergebnis um ein Viertel auf 1,1 Milliarden Dollar. Das Ergebnis fiel aber besser als von Analysten erwartet aus und der Konzern erwartet 2018 nun ein bereinigtes operatives Ergebnis von 4,6 bis 4,8 (Vorjahr: 6,1) Milliarden Dollar statt wie bislang von 4,3 bis 4,6 Milliarden. Der Umsatz fiel um fast ein Fünftel auf 4,5 Milliarden Dollar.

Dabei machten Teva weiterhin Generikakonkurrenz für sein Multiple-Sklerose-Mittel Copaxone zu schaffen sowie der Preisverfall im Geschäft mit Nachahmerarzneien in den USA. Ein Lichtblick für das Unternehmen ist das Migränemittel Ajovy, das Teva neuen Schwung geben soll. Es hatte im September die Zulassung in den USA erhalten.

Quelle: n-tv.de, jwu/rts

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