Wirtschaft

Dax und MDax mit Allzeithochs Rekord-Rausch am deutschen Aktienmarkt

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Mit der Rekord-Show an der Wall Street klettert auch der Dax auf neue Höchststände.

(Foto: picture alliance / Daniel Reinha)

Der Rekord-Lauf des Dax geht weiter: der deutsche Leitindex markiert bei 13.668 Punkten ein neues Allzeithoch. Damit ist die alte Bestmarke von Ende Januar schon wieder Geschichte. Einen wesentlichen Anteil daran haben die starken US-Börsen - aber auch eine deutsche Aktie.

Auch am deutschen Aktienmarkt sind erneut die Rekorde gepurzelt. Am späten Nachmittag stieg der Dax auf ein neues Allzeithoch bei 13.668 Punkten. Zum Handelsende stand ein Kurs von 13.628 Punkten, was ebenfalls einen Rekord bedeutet - es ist der höchste Schlussstand aller Zeiten. Der deutsche Leitindex hat damit heute um ein Prozent zugelegt.

Dax
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"Allerdings wird der Dax von anderen Indizes lediglich mitgezogen, besonders von der Wall Street", sagte ein Marktteilnehmer. In New York reiht sich schon seit geraumer Zeit ein Rekord an den nächsten. Auch der breit gefasste S&P 500-Index notierte so hoch wie nie.

Der Index der 50 größten börsennotierten Unternehmen der Eurozone, der Euro-Stoxx-50, stieg um 0,9 Prozent auf 3826 Punkte und markierte den höchsten Stand seit etwa zwölf Jahren. Der deutsche MDax erreichte mit einem Plus von 1,4 Prozent auf 29.195 Punkte ebenfalls ein neues Allzeithoch, und der TecDax stieg um 2,2 Prozent auf den höchsten Stand seit dem Platzen der Jahrtausendhausse vor knapp 20 Jahren.

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Fällt nun bald die 14.000er-Marke?

"Ein Anlauf Richtung 14.000 Punkte sollte nun nicht überraschen", sagte ein Marktanalyst mit Blick auf den Dax. Die Sorgen um negative Folgen des Coronavirus auf das Wirtschaftswachstum waren vorerst in den Hintergrund gerückt, zumal die Zahl der Neuerkrankungen zuletzt etwas abgenommen hatte. Die Analysten von Goldman Sachs sahen den Einfluss des Virus auf die Wirtschaft als begrenzt an.

Deutsche Telekom
Deutsche Telekom 11,64

Bei den Aktien im Dax stachen Deutsche Telekom mit einem Plus von 3,8 Prozent heraus. Ein US-Gericht hatte den Zusammenschluss ihrer Tochter T-Mobile US mit Sprint frei gemacht. Der Zusammenschluss des dritt- und viertgrößten Mobilfunkanbieters des Landes hatte wegen kartellrechtlicher Bedenken gestockt. Allerdings sind auch gegen den nun erfolgten Gerichtsbeschluss Klagen möglich.

Daimler schlossen hingegen mit einem Prozent im Minus, nachdem das Papier zunächst deutlich im Plus gelegen hatte. Die angekündigte Dividende blieb unter der Konsenserwartung. Das könne man aber auch als Großreinemachen durch den neuen CEO verstehen, passend zu den deutlich höher ausgefallenen jüngsten Stellenstreichungen, hieß es im Handel.

In der zweiten Reihe des deutschen Markts legten Hochtief mit einem guten Ausblick 2,8 Prozent zu. Für Grenke ging es nach dem Zahlenausweis um 7,8 Prozent nach oben. Delivery Hero stiegen um 4,8 Prozent. Citi billigt Delivery "eine unangefochtene Marktführerschaft in den Kernmärkten" zu. Mensch und Maschine gewannen 1,4 Prozent, nachdem die Quartalszahlen die Erwartungen erfüllt hatten.

Quelle: ntv.de, kst/DJ/rts