Wirtschaft

Neuer Schwung durch Trump Riesige Handelszone entsteht in Asien

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China ist Zentrum der neuen Zone.

(Foto: imago images/VCG)

Mehr als ein Dutzend Länder im asiatisch-pazifischen Raum schließen sich zu einer Handelszone zusammen. Indien steht noch an der Seitenlinie und will nachverhandeln. Dann würde in dem neuen Wirtschaftsraum jeder zweite Menschen leben.

15 Länder aus Asien und der Pazifik-Region wollen nächstes Jahr ein umfangreiches Handelsabkommen unterschreiben. Das teilten die Regierungschefs der beteiligten Staaten in Bangkok mit. Es wäre eine der größten Handelszonen der Welt. Allerdings will Indien das Abkommen zunächst nicht mittragen. Mit Indien würde der Pakt für ein Drittel der globalen Wirtschaftsleistung und fast die Hälfte der Weltbevölkerung stehen. Indien wurde zugesagt, jederzeit beitreten zu können.

Die 15 Länder - China, Japan, Südkorea, zehn weitere südostasiatische Staaten sowie Australien und Neuseeland - seien sich in zentralen Fragen einig, zum Beispiel dem Marktzugang für die anderen Partner, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung.

Indiens Ministerpräsident Narendra Modi wurde in Medienberichten zitiert, dass es bei Zöllen und anderen Handelsbarrieren noch Differenzen gebe. Das geplante Abkommen berücksichtige die indischen Bedenken und offenen Fragen nicht ausreichend. Indien fürchtet bei einer Zustimmung zu dem Abkommen von chinesischen Exporten überflutet zu werden, aber auch von billigen Agrarerzeugnissen aus Australien und Neuseeland.

Thailand als Gastgeber des aktuellen Asean-Treffens asiatischer Staaten teilte mit, der sogenannte RCEP-Vertrag werde 2020 unterschriftsreif sein - dann unter vietnamesischer Asean-Präsidentschaft. Die vorläufige Einigung ist ein Zeichen für eine stärkere Kooperation in Handelsfragen.

Die RCEP-Gespräche haben durch den Handelskrieg zwischen den USA und China neuen Schwung bekommen, zumal US-Präsident Donald Trump kurz nach seinem Amtsantritt auch das bereits fertig ausgehandelte Abkommen für eine Transpazifische Partnerschaft (TPP) aufgekündigt hatte. Die RCEP-Teilnehmerstaaten wollen diese Lücke für sich nutzen.

Seit über einem Jahr überziehen sich die USA und China mit gegenseitigen Sonderzöllen, was die Weltwirtschaft bremst und vor allem exportstarke Staaten wie Deutschland spüren. Die USA und China hatten zuletzt aber Signale der Annäherung gesendet und wollen nach amerikanischen Angaben noch im November eine Vereinbarung mit der Volksrepublik unterzeichnen.

Quelle: ntv.de