Wirtschaft

Probleme mit Software-Update Rückruf bei Daimler wird sich wohl verzögern

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Bundesverkehrsminister Scheuer stellt den Autobauern ein Ultimatum: "Bis Ende 2018 müssen die Updates für die 5,3 Millionen Dieselfahrzeuge in Deutschland abgeschlossen sein."

(Foto: picture alliance / Sebastian Gol)

Im vergangenen Jahr verpflichten sich deutsche Autobauer zu freiwilligen Software-Nachrüstungen. Sie sollen die Abgaswerte von Millionen Diesel-Pkw verbessern. Hersteller Daimler will diese Versprechen zwar halten, droht aber in Verzug zu geraten.

Daimler droht bei dem staatlich angeordneten Rückruf von rund 774.000 Mercedes-Diesel einem Zeitungsbericht zufolge in Verzug zu geraten. Der Rückruf werde wohl nicht vor 2019 anlaufen können, weil das notwendige Software-Update erst Ende dieses Jahres fertig sein dürfte, schreibt das "Handelsblatt" laut Vorabbericht.

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Ein Konzernsprecher habe erklärt, Daimler bemühe sich, die Updates so schnell wie möglich bereitzustellen. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer stellte der Zeitung zufolge allerdings ein Ultimatum: "Bis Ende 2018 müssen die Updates für die 5,3 Millionen Dieselfahrzeuge in Deutschland abgeschlossen sein. Dabei bleibt es", sagte der CSU-Politiker dem Blatt.

Die deutschen Hersteller hatten sich im vergangenen Jahr zu freiwilligen Software-Nachrüstungen verpflichtet, um die Abgaswerte von Millionen Diesel-Pkw zu verbessern. Scheuer will die Hersteller nun "beim Wort nehmen". Er habe "die Unternehmen dazu aufgefordert, bis zum 1. September die Software-Entwicklung für die Updates abzuschließen. Dann kann das Kraftfahrt-Bundesamt alle Updates prüfen und freigeben. Dafür sind die Hersteller verantwortlich. Auch Daimler", sagte er.

Der Bund hatte Daimler im vergangenen Monat zu einem weiteren umfangreichen Rückruf verpflichtet. Wegen des Verdachts "unzulässiger Abschalteinrichtungen" sind davon deutschlandweit 238.000 Mercedes-Fahrzeuge und in Europa insgesamt 774.000 Fahrzeuge betroffen, die auf der Straße zuviel Stickoxid (NOx) ausstoßen. Der Autobauer hält die verbaute Abgassteuerung aber für rechtskonform.

Quelle: n-tv.de, jki/rts

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