Wirtschaft

Konjunkturbelebung erwartetRüstungswerte ziehen Dax zu neuem Rekord

05.01.2026, 11:19 Uhr
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Der Dax nähert sich langsam der 25.000-Punkte-Marke. (Foto: picture alliance / Eibner-Pressefoto)

Die Hoffnungen der Anleger auf ein Anspringen der Konjunktur erhalten auch durch die US-Intervention in Venezuela zunächst keinen Dämpfer. Stattdessen profitieren zusätzlich Rüstungstitel. Und so setzen die Aktienmärkte ihre Aufwärtsbewegung auch im neuen Jahr fort.

Die Aussicht auf eine Belebung der deutschen Wirtschaft im neuen Jahr treibt den Dax auf ein Rekordhoch. Mit einem Anstieg bis auf 24.777 Punkte ließ der deutsche Leitindex seine alte Bestmarke aus dem Oktober bei 24.771 Punkten knapp hinter sich. Am späten Vormittag notierte das Börsenbarometer noch rund ein Prozent im Plus. Der Eurostoxx-50 steigt um 0,9 Prozent auf 5.904 Zähler.

Bereits gegen Ende 2025 hatten Anleger zunehmend auf eine Belebung der deutschen Wirtschaft durch die Infrastruktur- und Rüstungsmilliarden der Regierung sowie durch weniger Bürokratie gesetzt.

Zu Wochenbeginn waren denn auch Aktien etwa aus dem Autosektor sowie von IT-Dienstleistern, die vor allem mittelständische Unternehmen und den Staat bedienen, gefragt. Zudem zogen Rüstungsaktien deutlich an. So gibt es nach wie vor keine Lösung für den Ukraine-Krieg. Die Papiere von Rheinmetall, Hensoldt und Renk legten nach der Eröffnung um knapp fünf bis rund sieben Prozent zu. Hinzu kommt nun noch die Eskalation des Konflikts zwischen den USA und Venezuela. Zudem drohte nach dem Angriff auf Venezuela US-Präsident Donald Trump nun auch Kolumbien.

Im Sog legen in Paris Dassault Aviation 4,4 Prozent und Thales 3,3 Prozent zu. In Mailand steigen Leonardo um 6 Prozent, in London geht es bei BAE Systems um 4,4 Prozent nach oben, in Schweden bei Saab um 4,3 Prozent.

"So außerordentlich die Ereignisse auch sein mögen, Anleger können sich vielleicht mit einem einmaligen Event arrangieren", kommentierte Jochen Stanzl, Chefanalyst der Consorsbank. "Was jetzt allerdings niemand gebrauchen kann, ist eine geopolitische Kettenreaktion."

Quelle: ntv.de, jwu/dpa/rts/DJ

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