Wirtschaft

Iren hoffen auf Impfkampagne Ryanair-Horrorjahr endet mit Milliardenverlust

241844688.jpg

Die Geschäftszahlen von Ryanair sind keine Bruchlandung, aber doch ein erheblicher Rückschlag.

(Foto: picture alliance / empics)

Die Geschäftszahlen von Ryanair zeigen die Auswirkungen der Corona-Krise. Der Nettoverlust beträgt mehr als eine Milliarde Euro. Prognosen für das aktuelle Geschäftsjahr seien schwierig, eine Zielmarke, wann der Billigflieger das Vorkrisenniveau wieder erreicht, gibt es aber schon.

Der Billigflieger Ryanair hat das Geschäftsjahr 2020/21 wegen der Auswirkungen der Corona-Pandemie mit einem Milliardenverlust abgeschlossen. Unter dem Strich stand für die zwölf Monate bis Ende März ein Minus von 1,02 Milliarden Euro nach einem Gewinn von 649 Millionen ein Jahr zuvor, wie das Unternehmen in Dublin mitteilte. Analysten hatten einen Fehlbetrag von 1,04 Milliarden prognostiziert. Rechnet man eine Sonderbelastung wegen letztlich wertloser Treibstoffpreis-Sicherungsgeschäfte heraus, lag das Minus bei 815 Millionen Euro.

Ryanair
Ryanair 16,32

Europas größter Billigflieger spricht vom "herausforderndsten Jahr" seiner 35-jährigen Geschichte. Die Corona-Einschränkungen sorgten dafür, dass die Passagierzahlen von April 2020 bis Ende März 2021 um 81 Prozent im Vorjahresvergleich einbrachen: von 149 Millionen auf 27,5 Millionen. Der Umsatz sank ebenfalls um 81 Prozent auf 1,64 Milliarden Euro. Die Airline strich 3000 Stellen und damit rund 15 Prozent der Jobs.

Auch für das laufende Quartal erwartet der irische Konzern enorme Belastungen der Passagierzahlen. Ryanair geht von fünf bis sechs Millionen Fluggästen aus.

Für das laufende Geschäftsjahr bis Ende März 2022 glaubt das Management um Ryanair-Chef Michael O'Leary an ein Ergebnis nahe der Gewinnschwelle, wagt wegen der Unsicherheit rund um die Pandemie aber keine Prognose. Sollte die Mehrheit der Europäer bis September gegen das Coronavirus geimpft sein, plant die Airline mit rund 80 Millionen Passagieren. Im besten Fall sind demnach sogar 120 Millionen Fluggäste denkbar, wenn die europäischen Regierungen die Reisebeschränkungen rechtzeitig vor der wichtigen Sommersaison ab Juli aufheben. Im Sommer 2022 rechnet Ryanair mit einer Erholung auf Vorkrisenniveau.

Quelle: ntv.de, als/chr/rts/DJ/dpa/AFP

ntv.de Dienste
Software
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.