Wirtschaft

"Besorgniserregendes Risiko" Ryanair fürchtet "No Deal"-Brexit

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Ryanair verzeichnete im dritten Geschäftsquartal einen Verlust von 20 Millionen Euro.

(Foto: AP)

Der Platzhirsch im europäischen Billigflugsegment spürt wachsenden Gegenwind: Die irische Fluggesellschaft Ryanair glaubt nicht an eine rasche Entlastung. Die Ticketpreise bleiben demnach weiter unter Druck. Der anstehende EU-Austritt der Briten wirft seine Schatten voraus.

Europas größter Billigflieger hat belastet von niedrigeren Ticketpreisen im dritten Geschäftsquartal einen Verlust von 20 Millionen Euro erzielt. Auch für den weiteren Jahresverlauf zeigte sich das Management bei der Vorlage des Zwischenberichts skeptisch.

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"Wir teilen nicht die jüngsten optimistischen Aussichten einiger Wettbewerber, wonach die Sommerflugpreise 2019 steigen werden", teilte Ryanair mit. Die irische Fluggesellschaft geht demnach davon aus, dass es keine weiteren Ausfälle im europäischen Airline-Markt geben wird.

Daher dürfte 2019 weiterhin mit überschüssigen Kapazitäten auf der Kurzstrecke zu rechnen sein, hieß es. In diesem Segment müssen sich Billigfluganbieter daher auf weiteren Preisdruck im Ticketangebot einstellen. Den Umsatz konnte Ryanair im dritten Quartal um neun Prozent auf 1,53 Milliarden Euro steigern.

Erst Mitte Januar hatte Ryanair die Ziele für das Geschäftsjahr 2018/19 gesenkt. Es war die zweite Korrektur der Prognose in Folge. Größere Turbulenzen sieht die Fluggesellschaft im Zusammenhang mit dem EU-Austritt Großbritanniens auf sich zukommen. "Das Risiko eines 'No Deal'-Brexits bleibt besorgniserregend hoch", heißt es im Zwischenbericht.

Um sicherzustellen, dass Ryanair selbst unter ungünstigsten Bedingungen eine Fluggesellschaft unter EU-Recht bleibt, kündigte das Unternehmen spezielle Regelungen für Anteilseigner aus Nicht-EU-Staaten an. Diese müssen im Ernstfall mit Einschränkungen ihrer Stimmrechte und ihrer Aktienverkäufe rechnen, hieß es.

Die Aktien von Ryanair waren vor dem Wochenende in Frankfurt mit einem Aufschlag von 3,9 Prozent auf 11,22 Euro aus dem Handel gegangen.

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Quelle: n-tv.de, mmo/rts

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