Wirtschaft

"Einbruch im Speicher-Geschäft" Samsung kämpft gegen sinkende Nachfrage

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Die abflauende Kauflaune der Verbraucher macht Samsung zu schaffen.

(Foto: REUTERS)

Weil deutlich weniger Smartphones und Speicherchips gekauft werden, sieht sich Samsung noch vor der Bekanntgabe der genauen Geschäftszahlen zu einer Vorwarnung genötigt: Erstmals seit acht Jahren stürzte der Gewinn in einem Quartal unter die Schwelle von fünf Billionen Won. Auch der Ausblick ist düster.

Die schwächelnde Weltwirtschaft hat beim südkoreanischen Elektronikkonzern Samsung deutlich Spuren hinterlassen. Das operative Ergebnis im vierten Quartal 2022 sei im Jahresvergleich um wahrscheinlich mehr als zwei Drittel auf 4,3 Billionen Won (etwa 3,2 Milliarden Euro) zurückgegangen, teilte der marktführende Hersteller von Smartphones und Speicherchips in seinem Ergebnisausblick mit.

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Es ist das erste Mal seit acht Jahren, dass der Gewinn aus den gewöhnlichen Geschäftstätigkeiten in einem Quartal unter die Schwelle von fünf Billionen Won abstürzt. Beim Umsatz erwartet Samsung einen Rückgang um 8,6 Prozent auf etwa 70 Billionen Won (52,6 Milliarden Euro). Vor dem Hintergrund externer Unsicherheiten habe das Unternehmen einen "bedeutenden Einbruch im Speicher-Geschäft aufgrund der schleppenden Nachfrage" verzeichnet, hieß es. Zudem sei der Absatz von Smartphones schwächer ausgefallen.

Genaue Geschäftszahlen legt Samsung traditionell erst zu einem späteren Zeitpunkt vor. Doch abgesehen davon sah sich der Konzern diesmal nach eigenen Angaben zur Nennung der Gründe für den Rückgang gezwungen, um vor der Veröffentlichung der eigentlichen Ergebnisse Ende Januar die "Konfusion im Markt gering zu halten und das Verständnis der Investoren zu erhöhen". Die vorläufigen Ergebnisse hätten klar unter den Markterwartungen gelegen.

Auch sei der geringere Bedarf an Speicherchips des Unternehmens größer als erwartet gewesen. Die Kunden hätten ihre Lagerbestände abgebaut, um zu sparen. Ihnen bereite die abflauende Verbraucherstimmung angesichts hoher Zinsen und des schwachen wirtschaftlichen Ausblicks Sorgen. Dadurch seien auch die Preise gefallen.

Quelle: ntv.de, jug/dpa

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