Wirtschaft

Auftakt zu IPO der Superlative Saudi Aramco will nun Ernst machen

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Mit einem avisierten Emissionsvolumen von 20 Milliarden Dollar könnte Aramco zum größten Börsengang aller Zeiten werden.

(Foto: REUTERS)

Die scheinbar unendliche Geschichte um den Börsengang von Saudi Aramco findet offenbar dieses Jahres doch noch ein Ende. Laut Insidern soll bereits am morgigen Sonntag die heiße Phase des Werbens um Anleger beginnen. Erstmals an der Börse gehandelt werden die Aktien wohl am 11. Dezember.

Saudi-Arabiens Kronprinz Mohammed bin Salman hat laut Insidern grünes Licht für den Startschuss des Börsengangs des Ölriesen Aramco gegeben. Am Sonntag solle der Sprung auf das Handelsparkett endgültig bekannt gegeben werden, sagten mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen am Freitagabend. Aramco äußerte sich nicht dazu.

Der saudische Ölriese und seine Berater sprachen den Angaben zufolge kurz vor dem Börsengang noch mit Investoren. Ziel sei es gewesen, der angestrebten Bewertung von zwei Billionen Dollar für das ganze Unternehmen möglichst nahe zu kommen.

Dieses Ziel werde von Insidern jedoch als zu ehrgeizig betrachtet. Zunächst sollen ein bis zwei Prozent an dem Ölgiganten platziert werden. Mit 20 Milliarden Dollar Emissionsvolumen wäre es einer der weltgrößten Börsengänge aller Zeiten. Kronprinz bin Salman hatte den Börsengang von Saudi Aramco erstmals vor drei Jahren ins Spiel gebracht. Danach verzögerte sich der Schritt auf das Parkett allerdings immer wieder. Der staatliche saudische Nachrichtensender Al-Arabiya hatte vor wenigen Tagen gemeldet, dass das IPO (Initial Public Offering) der Saudi Arabian Oil Company, wie Aramco offiziell heißt, am 11. Dezember erfolgen soll.

Der Kronprinz will mit den Einnahmen aus dem Börsengang den Umbau der Wirtschaft finanzieren. So plant er etwa ein gigantisches Infrastruktur-Projekt zwischen dem Roten Meer und dem Golf von Akaba, wo sich Unternehmen aus allen möglichen Branchen wie der Energie- und Wasserwirtschaft, der Biotechnologie und der Unterhaltungsbranche ansiedeln sollen. Dadurch soll das Königreich weniger abhängig vom Öl- und Gassektor werden, der bislang den Großteil der saudi-arabischen Export-Einnahmen beisteuert.

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Quelle: n-tv.de, ddi/rts

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