Wirtschaft

Investitionen erwünscht Scholz bezirzt die südkoreanische Chipbranche

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Kanzler Olaf Scholz bei seiner Ankunft in Seoul.

(Foto: REUTERS)

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Deutschland will seinen Halbleiterstandort stärken, in Südkorea sitzen wichtige Unternehmen aus der Branche. Perfekte Voraussetzungen für eine Zusammenarbeit? Dafür jedenfalls wirbt Kanzler Scholz bei seinem Besuch in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul.

Bundeskanzler Olaf Scholz hat bei seinem Besuch in Südkorea um Investitionen in die deutsche Chipbranche geworben. "Südkorea verfügt über eine hochentwickelte Halbleiter-Industrie mit hochinnovativen Akteuren", sagte er der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap. "Die Bundesregierung begrüßt jedes Interesse von Unternehmen, in den Halbleiterstandort Deutschland zu investieren." Man wolle die Kooperation im Rahmen eines bilateralen Digitaldialogs stärken.

Bei grundlegenden Schlüsseltechnologien wie der Mikroelektronik wolle man "technologische Souveränität, Versorgungssicherheit und die Resilienz von Lieferketten" erreichen, so der Kanzler. Zuvor hatte Scholz beim Gipfel der sieben führenden westlichen Industriestaaten im japanischen Hiroshima betont, dass Deutschland wie die anderen G7-Staaten Abhängigkeiten von China abbauen wolle.

Scholz wird im Tagesverlauf in Seoul mit Präsident Yoon Suk Yeol zusammentreffen und auch die demilitarisierte Zone zwischen Nord- und Südkorea besuchen. Der Kanzler betonte, er setze sich für ein modernisiertes Freihandelsabkommen der EU mit Südkorea ein.

Der Kanzler begrüßte zudem die Annäherungen zwischen Südkorea und Japan, die beide für Deutschland wichtige Partner mit gleichen Werten seien. "Für solche Initiativen braucht es politischen Mut und kluge Weitsicht - ich werde Präsident Yoon meine ausdrückliche Hochachtung für die Politik aussprechen", sagte er. Beide Länder hatten sich nach jahrzehntelangen Spannungen wegen der japanischen Besetzung der koreanischen Halbinsel zwischen 1910 und 1945 zuletzt angenähert.

Quelle: ntv.de, chr/rts

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