Wirtschaft

Neuer Europa-Fonds an der Spitze Schwedische EQT sammelt Milliarden ein

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Die Profi-Anleger legen sich gerne die schwedischen Schokoladen ins Depot

(Foto: Reuters)

Profi-Investoren wie Versicherer und Pensionsfonds rennen den Private-Equity-Häusern auf der Suche nach Rendite weiter die Türen ein. Der schwedische Finanzinvestor EQT hat für seinen siebten Fonds 6,75 Milliarden Euro eingesammelt. Der auf Nordeuropa spezialisierte EQT VII ist nach Branchendaten der drittgrößte Europa-Fonds auf dem Markt überhaupt, hinter einem 19,9 Milliarden Euro schweren Fonds von CVC und einem Fonds von Advent (8,5 Milliarden).

Für die aus dem Umfeld der Milliardärsfamilie Wallenberg stammende EQT ist es der größte Fonds; den bisherigen Rekord hielt der von 2011 stammende EQT VI mit 4,75 Milliarden Euro.

In Deutschland ist EQT wegen seines Nordeuropa-Schwerpunkts stark als Käufer von Unternehmen aktiv. Insgesamt halte EQT im deutschsprachigen Raum derzeit knapp 20 Beteiligungen und plane in weitere 15 bis 20 Unternehmen zu investieren, sagte Deutschland-Chef Markus Brennecke. Zum Portfolio von EQT gehören unter anderem die ehemalige Siemens-Hörgeräte-Sparte Sivantos, der Heftpflaster-Hersteller BSN Medical und die früheren E.ON -Müllverbrennungsanlagen unter dem Namen EEW Energy from Waste.

Viele Finanzinvestoren haben Probleme, das Geld der Anleger gewinnbringend in neue Unternehmensbeteiligungen zu investieren. Weltweit liegen hunderte Milliarden Dollar ungenutzt in diesen Fonds. Der starke Wettbewerb treibt zudem die Preise für Unternehmen in die Höhe.

Quelle: n-tv.de, rts

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