Wirtschaft

"Undurchsichtige Geschäfte" Shortseller zielt auf chinesische Krypto-Firma

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Die zweitwichtigste Krypto-Währung Ethereum setzt ihre Rekordjagd fort. (Symbolbild)

(Foto: picture alliance / Daniel Kalker)

Für die Krypto-Firma Ebang geht es steil bergab. Die am Nasdaq gelisteten Aktien des chinesischen Blockchain-Unternehmens brechen um bis zu 22 Prozent ein. Dafür verantwortlich sind die Anschuldigungen des Leerverkäufers Hindenburg, der von "einer Reihe undurchsichtiger Geschäfte" spricht.

Vorwürfe des Leerverkäufers Hindenburg schicken die an der US-Technologiebörse Nasdaq notierten Aktien des chinesischen Blockchain-Unternehmens Ebang auf Talfahrt. Die Anteilsscheine brechen um bis zu 22 Prozent ein. Hindenburg wirft Ebang vor, einen Großteil der erzielten Kapitalerlöse durch "eine Reihe undurchsichtiger Geschäfte mit Insidern und fragwürdigen Kontrahenten" aus dem Unternehmen abgezogen zu haben. Zudem sei die Aussage, ein führender Bitcoin-Mining-Maschinenhersteller zu sein, nicht durch Beweise gestützt.

Ebang äußerte sich zunächst nicht zu den Anschuldigungen. Hindenburg hatte zuletzt auch auf fallende Kurse beim chinesischen Blockchain-Unternehmen Sos gewettet. Der Höhenflug der Kryptowährungen hat die Kapitalbeschaffung chinesischer Firmen in der Branche jüngst nach oben getrieben.

Die nach Bitcoin zweitwichtigste Cyber-Devise, Ethereum, nimmt aktuell ihre Rekordjagd wieder auf. Mit einer Steigerung um bis zu 2,8 Prozent und einem Wert von 2162,40 Dollar ist sie so teuer wie noch nie. Der Bitcoin versuchte derweil vergeblich, die 60.000er Marke zurückzuerobern. Die älteste Cyber-Devise stagniert zurzeit bei 58.695 Dollar.

Leerverkäufer wie Hindenburg leihen sich Aktien, um diese sofort loszuschlagen. Sie setzen darauf, dass sie sich bis zum Rückgabe-Termin billiger mit den Papieren eindecken können. Die Differenz streichen sie als Gewinn ein. Diese Praxis wird im Börsenjargon "Short Selling" genannt.

Quelle: ntv.de, ses/rts